Unnas Schulcomputer sollen an die „Datenwolke“ angeschlossen werden

dzUnit 21

Unit 21, das Unnaer Computernetzwerk für Schulen, gilt seit seiner Einführung als beispielhaft. Nun wollen Stadt und Schulen es weiterentwickeln. Die Cloud soll das Rechenzentrum ablösen.

Unna

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Hinter dem Stichwort „Unit 21“ verbirgt sich eine Computer-Infrastruktur, mit der die Stadt Unna einst buchstäblich Schule machte. Mehrere Preise und bundesweite Anerkennung gewann die Stadt für die Umsetzung ihres Konzepts, alle Grund- und weiterführenden Schulen an ein zentrales Computernetzwerk anzuschließen. Die Schulen haben dadurch einheitliche Möglichkeiten, Rechner im Unterricht einzusetzen. Die Zeiten, als Technik nicht auf dem neuesten Stand war und der Rechnereinsatz unter anderem von der Affinität der Lehrer abhing, waren mit der Einführung des Systems vor 15 Jahren beendet. Aber: „In 15 Jahren werden mehrere Generationen von Hard- und Software durchschritten“, sagte nun Andi Maurer im Schulausschuss. Er ist der Chef einer IT-Beratungsfirma aus Münster, die die Stadt Unna nun bei der Weiterentwicklung von Unit 21 begleitet.

Teures Rechenzentrum aufgeben

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Weiterentwicklung wird das Arbeiten mit der Cloud. Mit dem englischen Begriff, wörtlich übersetzt „Wolke“, ist das Speichern von Daten auf Servern eines IT-Dienstleisters gemeint. Damit würde Unna sein Rechenzentrum für Unit 21 aufgeben können. Ein Vorteil läge in einer Kostenersparnis. Der Betrieb des Rechenzentrums sei bei Unit 21 der Hauptkostentreiber, sagte Hans Ruthmann im Schulausschuss. Er ist der Leiter der Werner-von-Siemens-Gesamtschule, hat Unit 21 mitentwickelt und seitdem begleitet. Die Cloud-Lösung werde die Kosten ganz erheblich senken. Die Stadt gibt jährlich 270.000 Euro aus, um in die IT-Ausstattung der Schulen zu investieren. Hinzu kommen 645.000 Euro für den laufenden Betrieb. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um das Rechenzentrum. Um wie viel diese Betriebskosten tatsächlich gesenkt werden können, wenn Daten nicht mehr auf eigenen Servern sondern in der Cloud gespeichert werden, kann die Stadt bisher nicht mitteilen. Es werde derzeit Verschiedenes getestet und geplant, sagte Stadtsprecher Christoph Ueberfeld. Ergebnisse würden voraussichtlich nach den Sommerferien vorgestellt.

Stadt: Sicherheit behält Priorität

Fest steht hingegen wohl schon, dass Unit 21 mit Microsoft zusammenarbeiten soll. Berater Maurer stellte das Microsoft-Produkt „Office 365“ als Standard vor, der Schulen kostenlos angeboten werde. Unit 21 gilt inzwischen als technisch überholt, aber als relativ sichere digitale Lern- und Arbeitsumgebung. An Sicherheit soll es auch künftig nicht verlieren. Datenschutz und Datensicherheit behielten sehr hohe Priorität, so Stadtsprecher Ueberfeld.

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