Unnas Rettungsdienst bekommt mehr Personal, weitere Fahrzeuge und eine neue Wache im Osten

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Der Rettungsdienst in Unna erreicht seine Ziele bei Einsätzen nicht immer zur vorgegebenen Zeit. Mit mehr Personal und einer weiteren Rettungswache soll das Problem gelöst werden.

Unna

, 26.02.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer sich in einer lebensgefährlichen Situation befindet, hofft auf schnelle Hilfe vom Rettungsdienst. Weil in Unna die Rettungswagen nicht überall schnell genug vor Ort sind, sind verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung geplant.

Neubau wird größer als geplant

Zum einen soll die Wache Unna-Nord an der Hammer Straße einen zusätzlichen Rettungstransportwagen erhalten. Um diesen ausreichend besetzen zu können, bedarf es zehn neuer Mitarbeiter, die möglichst zeitnah eingestellt werden sollen, wie Oliver Böer, Pressesprecher der Stadt Unna, berichtet. Sieben davon sollen als Notfallsanitäter fungieren, drei als Rettungssanitäter.

Daher muss der geplante Neubau der Rettungswache Nord – derzeit noch ein provisorischer Container und ein Carport – größer als geplant gebaut werden. „Das zusätzliche Personal braucht genügend Schlaf- und Ruheräume, also wird auch mehr Platz im Neubau benötigt“, erklärt Böer.

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In Unnas Osten soll eine neue Rettungswache entstehen, wie bereits im vergangenen Jahr geplant worden ist. Der Neubau ist für Ende 2020 oder Anfang 2021 vorgesehen. Er soll im Bereich zwischen der Morgenstraße und der Heinrich-Herz-Straße errichtet werden. Dadurch soll die Versorgung in Unnas Osten verbessert werden: In Hemmerde etwa ist der Rettungsdienst nicht schnell genug vor Ort.

Wann und wo genau die Wache errichtet werden soll, steht laut Pressesprecher Böer noch nicht fest: „Das muss jetzt erst einmal mit den Grundstückseigentümern abgesprochen werden“, sagte er auf Anfrage unserer Redaktion. Der Rettungswagen, der in dieser Wache dann zum Einsatz kommen soll, wird allerdings nicht neu in den Dienst gestellt, sondern aus der Hauptwache an der Florianstraße in die dann neue Wache Unna-Ost verlegt.

Zielerreichungsgrad

So schnell soll der Rettungsdienst vor Ort sein

Für die städtischen Bereiche im Kreis Unna gilt, dass ein Rettungswagen in acht Minuten vor Ort sein soll. Für den ländlichen Bereich gilt eine Hilfsfrist von zwölf Minuten.

Erweiterung der Hauptwache bis September 2020 geplant

Bis dahin müssen in der Hauptwache zur Unterbringung des zusätzlichen Personals für einen weiteren Krankentransportwagen neue Räume zur Verfügung gestellt werden. Deshalb soll auch diese bis September 2020 erweitert werden, mit jeweils einem Ruheraum für Frauen und Männer und entsprechenden Sanitärbereichen.

Ob die Hilfsfristen in Unna durch die neuen Maßnahmen mit zusätzlichem Personal und erweiterten Standorten so erreicht werden, soll zukünftig halbjährlich geprüft werden. Dies wurde mit dem Kreis Unna, der den Bedarf im Rettungsdienst ermittelt, vereinbart.

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