Unnas Grüne wollen das Umweltamt zur Klimaschutz-Stabsstelle machen

dzKlimaschutz

Dass die Grünen den Klimaschutz als ein Wahlkampfthema setzen würden, war klar. Jetzt stellen sie eine erste konkrete Forderung - und die hätte Auswirkungen auf das Umweltamt.

Unna

, 11.01.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem „typisch grünem“ Thema, das in jüngster Zeit aber auch von allen anderen Parteien gerne aufgegriffen wird, melden sich Unnas Grüne zu Beginn des Wahljahres zu Wort. Sie fordern einen organisatorischen Umbau des Umweltamtes - um dem Klimaschutz einen höheren Stellenwert als bisher in der Stadtverwaltung einzuräumen.

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„Klimaschutz muss im Rathaus endlich zur Chefsache werden“ - Mit diesen Worten zitieren die Grünen in einer Pressemitteilung ihre Bürgermeisterkandidatin Claudia Keuchel. Sie ist auch die neue Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Unna. Sie sei froh, dass endlich Bewegung in die Einstellung eines Klimaschutzmanagers käme, so Keuchel weiter.

Ende September 2019 hatte der Rat den Weg für die Einrichtung der Stelle eines Klimaschutzmanagers freigemacht, welche zunächst für zwei Jahre über Fördermittel finanziert wird. Sobald die Gelder bewilligt sind, wird die Stellenausschreibung veröffentlicht. „Den Bürgern ist Handeln im Sinne des Klimaschutzes schon lange enorm wichtig – es ist Zeit, dass auch die Stadtverwaltung in die Lage versetzt wird, dem Klimaschutz die nötige Priorität einzuräumen“, sagt Claudia Keuchel.

Aus ihrer Sicht und der der grünen Ratsfraktion reiche dafür aber allein die Einstellung eines solchen Klimaschutzbeauftragten nicht aus. In einem Schreiben an Bürgermeister Werner Kolter fordert die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Charlotte Kunert, dass das Umweltamt in eine neue Stabsstelle „Klima und Umwelt“ umgewandelt werden solle.

Neue Stabsstelle soll direkt dem Bürgermeister unterstellt werden

Diese neue Stabsstelle solle direkt dem Bürgermeister - oder der Bürgermeisterin, so der Wortlaut der Grünen - unterstellt werden. Dadurch würde der besondere Stellenwert des Klimaschutzes in der Geschäftsverteilung im Rathaus nachhaltig gefestigt. Sorgen um seinen Job muss sich Rolf Böttger angesichts dieser Pläne nicht machen: Die Grünen sehen den Leiter des Umweltamts an der Spitze der Stabsstelle, die sie vorschlagen.

Bereits im September 2019 und damit genau ein Jahr vor der Kommunalwahl hatten die Unnaer Grünen die Verkehrswende zu dem „großen Thema, das alle Bürger bewegt“ erklärt und damit den Wahlkampf eröffnet. Anlass waren damals die verkehrspolitischen Entscheidungen rund um das geplante Einkaufscenter an der Mühle Bremme. Für den Komplex hat die Stadt Unna kurz vor Jahresende die Baugenehmigung erteilt.

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