Unnas Grüne wollen Stolperpflaster an der Hertingerstraße behalten

dzFußgängerzone

Wenn die Arbeiten zur Neugestaltung der Fußgängerzone in Unna beginnen, dann soll das Kopfsteinpflaster in der Hertingerstraße erhalten bleiben – das fordern zumindest die Grünen.

Unna

, 19.10.2018, 15:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Pflaster der Hertingerstraße passe sehr gut zu dem historischen Umfeld, meint Charlotte Kunert. „Vielleicht lässt sich da Einiges machen, um die Stolpergefahr zu minimieren und trotzdem das schöne Kopfsteinpflaster zu erhalten“, sagt die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Gespräch mit unserer Zeitung. Eine neue Art der Verfugung zwischen den Steinen oder auch ein teilweises Anheben und Neulegen der historischen Steine könne die Hertingerstraße vielleicht schon stolperfreier machen, meint sie „Auf jeden Fall wäre es sehr schade, wenn wir dort einfach nur Betonplatten hinmachen würden“, so Kunert.

„Es wäre sehr schade, wenn wir dort einfach nur Betonplatten hinmachen würden.“
Charlotte Kunert

Die Forderung nach dem Erhalt des Kopfsteinpflasters an der Hertingerstraße ist eines der Ergebnisse, die die Grünen aus ihrer Ortsbegehung der Fußgängerzone mitnehmen, zu der sie am Donnerstag die Bürger Unnas eingeladen hatten. „Die Resonanz war nicht wahnsinnig riesig, aber wir haben dennoch einige wichtige Hinweise bekommen“, so Kunert. Das zentrale Fazit der Grünen: es brauche eine Gesamtüberplanung für die Fußgängerzone. „Bis jetzt ist alles stückchenweise angedacht, das halten wir für keine gute Idee“, so Kunert. Sie fordert zudem eine Einbeziehung der Nebenstraßen in das Konzept und nennt die Wasserstraße als Beispiel.

Bürgerbeteiligung

Öffentliche Versammlung Ende Oktober

Die Planungen für den Neubau der Fußgängerzone sind inzwischen ein öffentlicher Prozess. Die Stadtverwaltung hatte Bürger aufgerufen, sich mit Ideen zu beteiligen. Rund 25 Anregungen seien im Rathaus eingegangen, berichtet die Pressestelle der Verwaltung. Die Hinweise würden nun aufgearbeitet. Für Montag, 29. Oktober, lädt die Stadt zu einer Bürgerversammlung im Rathaus ein. Ab 19 Uhr soll über den Stand der Planungen informiert werden. Einen umfassenden Bericht soll es nach Anliegergesprächen (Anfang November) in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung am 28. November geben.

Eine weitere Erkenntnis aus der Ortsbegehung wollen die Grünen kurzfristig in einen Antrag fassen: „Wir brauchen mehr Fahrradständer. Die müssen nicht mitten in der Fußgängerzone stehen, aber die Menschen kommen vielfach mit ihren Rädern zum Wochenmarkt und dann müssen sie ihre Räder irgendwann in der Nähe abstellen können“, so Kunert. Längst gebe es platzsparende Varianten von Fahrradständern, die den Fußgängerverkehr nicht behindern würden.

Die Grünen informieren an einem Infostand auf dem Alten Markt am Samstag, 27. Oktober, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr über die Umgestaltungspläne für die Fußgängerzone.
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