Unnas Grüne wollen Lieferwagen durch Fahrräder ersetzen

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Lieferwagen, die die Fußgängerzone blockieren? Unnas Grüne wollen dieses Szenario beenden und wagen einen ungewöhnlichen Vorstoß: Mit Lastenrädern könnten Waren in der Innenstadt zugestellt werden.

Unna

, 27.11.2018, 13:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch die Grünen lehnen den von der Stadtverwaltung vorgelegten Haushaltsentwurf ab. Sie vermissen in „nahezu allen Punkten innovative Ansätze, die entscheidend zu einer positiven Entwicklung unserer Kreisstadt beiträgt und nicht nur das Bestehende versuchen zu konservieren“, so schreiben es die Grünen in einer Pressemitteilung nach dem Abschluss ihrer Haushaltsberatungen.

Naturgemäß kritisieren sie vor allem Verkehrsmaßnahmen, die derzeit im Raum stehen. So bewerten sie das kürzlich vorgestellte Parkraumkonzept für den Innenstadtbereich als „zu kurz greifendes Instrument“, das von Anfang an darauf abziele, den Verkehr besser in die Stadt zu leiten.

Genau das wollen die Grünen aber verhindern. Sie wollen den motorisierten Verkehr in der Innenstadt reduzieren und haben dabei vor allem den Lieferverkehr im Blick. „Hierzu gibt es innovative Ideen, vorgemacht in Nachbarstädten, wo inzwischen kommerzielle Anbieter mit einem Lastenrad von Umschlagplätzen austragen“, so die Grünen.

Genau das können sich die Grünen auch für Unna vorstellen. Sie stehen nach eigenen Angaben bereits in Kontakt mit Paketdienstleistern, um ein Unternehmensangebot zu erwirken.

Bildung
Unnas Grüne wollen Lieferwagen durch Fahrräder ersetzen

Die Hellweg-Realschule soll auf dem Gelände des Massener Freizeitbades neu gebaut werden - eine Entscheidung, die die Grünen anzweifeln. © UDO HENNES

Im Bildungsbereich begrüßen die Grünen das Vorgehen der Verwaltung, dass der neue Grundschulstandort am Hertinger Tor vor dem Neubau der Hellweg-Realschule realisiert wird, um Fördergelder nicht verfallen zu lassen. „Der parallele Neubau der Hellweg-Realschule ist ohne erhebliche Mehrkosten durch externe Planungsbüros nicht zu gewährleisten und daher abzulehnen.“

Allerdings wiederholen die Grünen ihre Kritik an dem auserkorenen Standort für die Realschule - das Gelände des ehemaligen Freizeitbades nahe dem Dortmunder Flughafen – für den Neubau der Realschule - und hier vor allem den Zeitdruck. „Es ist absehbar, dass in den nächsten Jahren kein Spatenstich erfolgen wird“, so die Grünen. Sie fordern, die Suche nach einem Alternativstandort weiterzuführen.

In diesem Kontext werfen die Grünen auch die Frage auf, ob ein Neubau der Realschule tatsächlich die richtige Entscheidung sei und führen die bereits jetzt gestiegenen Baukosten als Argument ins Feld. Die Differenz zwischen der Sanierung des Altbestands und einem Neubau soll nach dem Wunsch der Grünen erneut ermittelt und bewertet werden.

Eissporthalle
Unnas Grüne wollen Lieferwagen durch Fahrräder ersetzen

Die Eissporthalle ist aus Sicht der Grünen aus ökonomischer und ökologischer Sicht nicht mehr tragbar. © www.blossey.eu

Klar Stellung beziehen die Grünen zur Eissporthalle: Wie bereits in der Ratssitzung am 28. Juni wiederholen sie in ihren Haushaltsberatungen ihre Meinung, dass die Zeit der Eissporthalle vorbei sei. Einen Fortbestand an jetziger Stelle können sich die Grünen „aus ökologischen und ökonomischen Gründen“ nicht vorstellen.

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