Unnas Grüne wollen die Pläne für die Fußgängerzone noch einmal komplett überarbeiten

dzMehr Bäume

Ohne Förderung durchs Land wird es nichts mit dem Neubau der Fußgängerzone ab Anfang 2020. Unnas Bündnisgrüne sehen darin eine Chance: Die Pläne könnten noch einmal sinnvoll überarbeitet werden.

Unna

, 02.08.2019, 13:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weil das Land keine Fördermittel gibt, rückt der Neubau der Fußgängerzone in eine unabsehbare Zukunft. Pläne für einen Baubeginn an der Massener Straße im Spätwinter 2020 sind nicht umzusetzen. Ob es im Jahr darauf etwas wird, zeigt sich erst in der nächsten Förderrunde.

Die Ratsfraktion der Bündnisgrünen zeigen nun zwei Wege, wie Unna mit der Lage umgehen könnte. Einer davon wäre eine „Null-Variante“, in der das Bodenpflaster in Unnas Innenstadt vernünftig instandgesetzt und neu verfugt würde. Ein anderer: Unna könnte die Zeit nutzen, um die Planungen für die neue Fußgängerzone noch einmal grundlegend zu überarbeiten und bessere Lösungen zu finden.

Fußgängerzone als Beitrag zum Klimaschutz

„Durch den fehlerhaften Förderantrag und der damit einhergehenden zeitlichen Verzögerung besteht nun die Chance, noch einmal das Gesamtprojekt neu zu betrachten“, zitiert eine Mitteilung der Bündnisgrünen die Fraktionsvorsitzende Charlotte Kunert.

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Was die Grünen in der aktuellen Planung für den Neubau vermissen, ist das Thema Klimawandel. Ein Neubau würde Unna die Chance geben, Gegenmaßnahmen einzubauen.

Allerdings bleibe diese Chance in den derzeitigen Entwürfen ungenutzt. „Deutlich mehr Bäume, Abstellanlagen für Fahrräder und verschattete Sitzgelegenheiten müssten in die Planung mit aufgenommen werden“, so Kunert.

Tatsächlich würde das Grün in der Fußgängerzone bei einem Neubau nach aktuellem Planungsstand beschnitten. An der Massener Straße gibt es heute zwei Baumreihen, künftig wäre es nur noch eine.

Im September muss der neue Förderantrag raus

Fraglich ist, ob sich daran noch etwas ändern lässt. Nach dem Scheitern des Förderantrages muss Unna das Projekt bereits bis Ende September erneut einreichen, um Chancen auf eine Städtebauförderung im kommenden Jahr zu wahren. Und mit einer möglichen Förderbewilligung für das Projekt wäre Unna ziemlich fest daran gebunden, tatsächlich das zu bauen, was das Land bezuschusst.

Entwurf mit zu wenig Bürgerbeteiligung

Grundlage der aktuellen Pläne ist eine Diskussion, die über weite Strecken in einem Arbeitskreis für die Sanierung der Fußgängerzone gelaufen ist. Das Gremium bestand aus Vertretern der Ratsfraktionen und aus Nutzern wie dem City-Werbering, dem Verkehrsverein und dem Stadtmarketing. Die Grünen hatten mehrfach mangelnde Transparenz und eine zu geringe Einbindung der Bürger gerügt.

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