Unnas Eselsbrücke bekommt nächstes Jahr ein höheres Geländer

dzSüdring

Die Brücke über den Südring soll erst 2019 saniert werden. Sie wird aber auch sicherer für Fahrradfahrer. Ein höheres Geländer, das auch die Gesetze inzwischen verlangen, macht es möglich.

Unna

, 02.11.2018, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die angekündigte Sanierung der Fußgängerbrücke über den Südring soll voraussichtlich erst im Jahr 2019 über die Bühne gehen. Volker Kahlert, Tiefbau-Bereichsleiter im Rathaus, kündigte im Behindertenbeirat an, die Arbeiten an der Eselsbrücke sollten im nächsten Jahr beginnen. Ursprünglich hatte die Stadt einen Projektstart noch in diesem Jahr bekannt gegeben. Das Geländer, das die 180 Meter lange Brücke absichert, muss saniert werden. Bei dieser Gelegenheit wollen die Verantwortlichen es auch sicherer machen. Bisher ist das Geländer laut Kahlert 1,10 Meter hoch. Dieses Maß entspreche einer Mindesthöhe, die vor Jahrzehnten gegolten habe, als die Brücke gebaut wurde. Danach hat sich die für solche Anlagen geltende Gesetzgebung geändert. Der Anlass war ein tragischer. Kahlert berichtet von einer Brücke bei Kiel, von der vor Jahren ein Rennradfahrer in den Tod gestürzt sei. Der Sportler habe das Gleichgewicht verloren und sei wegen seines hohen Schwerpunkts über das Geländer gefallen. Die aktuelle „Empfehlung für die Anlage von Radverkehrsanlagen“ sei aufgrund dieses Vorfalls angepasst worden und gebe inzwischen eine Mindest-Geländerhöhe von 1,30 Meter vor. Sprich: Die Schutzanlage auf der Eselsbrücke ist offiziell 20 Zentimeter zu niedrig. Besonders bitter sei dies, da die Brücke Teil des Landesradwegenetzes sei, trotzdem aus Sicherheitsgründen eine Beschilderung Radfahrer zum Absteigen zwingt: wegen Unfallgefahr.

Zwei Brücken betroffen

Höheres Geländer auch an der Zechenstraße

Unter den städtischen Brücken gibt es nur zwei, deren Geländer künftig höher sein werden. Neben der Eselsbrücke wird auch die Brücke Zechenstraße entsprechend ertüchtigt. Wie berichtet wurde diese saniert, da sie insgesamt nicht mehr stabil genug war. Die Brücke soll nun noch ein höheres Geländer bekommen, teilte die Stadt mit. Ansonsten gebe es bei keiner weiteren städtischen Brücke Handlungsbedarf aufgrund der neuen Geländerhöhen-Richtlinie. „Sie bezieht sich nur auf Brücken, auf denen Fahrradfahrer geländernah unterwegs sind“, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld.

Im Rahmen der Brückensanierung soll das alte Geländer entfernt und ein neues aufgebaut werden. Außerdem sollen die Widerlager des Brückenbauwerks saniert werden. Die Stadt plant zudem, die Treppe von der Ost- auf die Westseite zu verlegen. Dort lasse sich die Treppe besser in die Böschung integrieren, was die Baukosten senke, hatte die Stadt im Juni dieses Jahres mitgeteilt.

Seinerzeit war von Baukosten in Höhe von 400.000 Euro die Rede. Inzwischen steht fest, dass die Stadt Unna nur einen vergleichsweise geringen Teil dieser Kosten wird tragen müssen. Tiefbauamtsleiter Kahlert berichtete von einer Zusage über eine 75-prozentige Förderung.

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