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Unnaer spenden Rekordsumme für brasilianische Kinder

dzSpenden

Sie kann es selbst kaum glauben: 21.000 Euro sind nach dem Spendenaufruf von Inge Moenikes vor Weihnachten zusammengekommen. Es ist Geld, das in den Favelas der brasilianischen Stadt Leme dringend gebraucht wird.

Unna

, 11.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Der bunte Stadtplan hat Risse, einige Ecken fehlen und die Laminierung ist an vielen Stellen aufgerollt: Dennoch bedeutet dieses Stück Papier Inge Moenikes unheimlich viel. Für die 83-jährige Unnaerin ist es die sichtbare Verbindung zu den Menschen, die ihr so am Herzen liegen.

Seit über zehn Jahren schon setzt sich Inge Moenikes für die Menschen ein, die in den Armenvierteln der brasilianischen Stadt Leme leben. Mehrfach war sie vor Ort, hat zusammen mit den Ordensschwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel Essen und Kleidung verteilt. „Ohne meinen Stadtplan wäre ich da verloren gewesen. Er hat mir sehr gute Dienste geleistet“, sagt sie.

Jetzt hat eine der Ordensschwestern aus Leme bei einem Besuch in Deutschland ihr den Plan mitgebracht. „Sie sagte, dass sie ihn als Zeichen aller Schwestern und Mitarbeiter aus Leme mitbringt und sie an mich denken“, erzählt Inge Moenikes, „das hat mich so sehr gefreut.“

„Mit so viel Geld habe ich überhaupt nicht gerechnet.“
Inge Moenikes

Noch mehr freut sie sich allerdings über die Summe, die Unnaer Bürger als Reaktion auf ihren Spendenaufruf vor Weihnachten für das Projekt der Schwestern in Leme gespendet haben. „Es sind 21.000 Euro geworden. Mit so viel Geld habe ich überhaupt nicht gerechnet“, zeigt sich Inge Moenikes überrascht. Im vergangenen Jahr waren es 15.000 Euro, die sie als Spende nach Leme überweisen konnte.

Unnaer spenden Rekordsumme für brasilianische Kinder

Mittlerweile kennt Inge Moenikes viele der Familien sehr gut, die sie mit den Spenden aus Unna unterstützt. © privat

„Das Geld wird in Leme so dringend gebraucht: Die Männer finden keine Arbeit, die meisten sind Analphabeten und die Frauen haben kein Geld, um Essen für ihre KInder kaufen zu können“, schildert Inge Moenikes das Leid, das sie von ihren zahlreichen Reisen in die brasilianische Kleinstadt in der Nähe von Sao Paulo kennt.

Die 83-Jährige ist sich sicher: „Nur Bildung kann langfristig helfen, die Not zu lindern.“ Deswegen unterstützt sie mit dem Geld der Unnaer seit einigen Jahren den Bau einer Schule. „Neben der Schule wird auch ein Gemeindezentrum gebaut, als Treffpunkt, an dem die Menschen Unterstützung erfahren können.“

Spenden für Leme

So können Sie Inge Moenikes unterstützen

  • Auch wenn Inge Moenikes das Geld, das die Unnaer vor Weihnachten gespendet haben, bereits nach Leme überwiesen hat, freut sie sich über weitere Spenden für das Projekt der Ordensschwestern in Brasilien.
  • Ihr Spendenkonto: DE18 4416 0014 2102 445842 bei der Volksbank Dortmund
  • Spender erhalten eine Spendenquittung; bei Spenden von 30 bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung. Bei höheren Spenden wird den Spendern eine Spendenquittung zugesandt.
  • Inge Moenikes bittet Spender darum, anzugeben, ob ihr Geld für Lebensmittel oder den Schulbau verwendet werden soll.

Wie schon im Vorjahr konnten die Spender angeben, ob sie ihr Geld für den Bau der Schule und des Gemeindezentrums oder für Soforthilfe in Form von Lebensmitteln verwendet wissen wollen. „Das hat sich ungefähr gleich verteilt“, sagt Inge Moenikes.

Auch das Geld für Lebensmittel sei enorm wichtig. „Kinder sterben dort, weil ihre Eltern ihnen nicht genügend zu essen kaufen können. Da müssen wir einfach etwas tun.“

Und etwas tun, das will Inge Moenikes auch weiterhin. „Ich telefoniere regelmäßig mit Schwester Ludwigis in Leme“, erzählt sie, wie sie den Kontakt nach Brasilien hält. Ihr größter Wunsch: „Wenn die Schule eröffnet wird, würde ich sehr gerne dabei sein.“ Den Stadtplan von Leme hat sie ja noch.

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