Unnaer machen die Welt ein bisschen besser

dzHilfsprojekte

Zahlreiche Menschen in Unna sammeln Geld und verbringen ihre Freizeit damit, anderen zu helfen. Viele Projekte nützen Bedürftigen vor Ort im Raum Unna. Viele andere lindern Not in fremden Ländern.

Unna

, 15.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unnaer machen die Welt ein bisschen besser

Brasserie Essen für Obdachlose Fayyaz Sahi 3vl © Udo Hennes

Helfen war dem ehemaligen Wirt der Brasserie, Fayyaz Sahi, stets wichtig. Bekannt ist er vor allem für seine Essen für Obdachlose. Er engagiert sich aber auch sehr in seinem Heimatland Pakistan. Regelmäßig steckte er Geld in die Entwicklungshilfe. „Seine“ Dorfschule fertigzustellen und ein Brunnenbau in Afrika – damit befasst er sich, seit er die Brasserie aufgegeben hat.

Inge Moenikes betreibt eines der in Unna bekanntesten Hilfsprojekte: den Bau schlichter Wohnhäuser für Favela-Bewohner in Leme, vier Autostunden von São Paulo in Brasilien entfernt. Die Unnaerin arbeitet eng mit den Schwestern des in Bestwig beheimateten Ordens der Heiligen Maria Magdalena Postel zusammen. Nach der inzwischen 82-Jährigen ist mittlerweile eine Sporthalle benannt. Auch in Afrika ist Inge Moenikes aktiv: In Mosambik läuft ein ähnliches Hilfsprojekt.

Lebenswerke gehen in Afrika oft verloren, weil sich Söhne und Töchter nicht für das Wissen der Eltern interessierten. Wissen um die Heilkunde wird in Ghana aber nur in der Familie weitergegeben. Der Unnaer Verein Geko unterhält Gärten in Ghana, in denen Heilkräuter angebaut werden. So geht das Wissen nicht komplett verloren. Die Menschen in Ghana werden so an ihre traditionelle Medizin erinnert. Der Unnaer Heilpraktiker Gad Osafo kommt selbst aus Ghana. Er weiß, dass viele Menschen dort der westlichen Schulmedizin nicht trauen. Deshalb engagiert er sich.

Für Ernst-Barlach-Gymnasiasten ist Costa Rica regelmäßig ein Ziel. Seit 2013 pflanzen und hegen Schülergruppen in den Sommerferien Bäume im zentralamerikanischen Regenwald. Der Abschnitt heißt „Bosque Unna“, also „Unna Wald“. Gleichzeitig vertiefen sie ihre Spanisch-Kenntnisse und lernen durch die Unterkunft in Familien eine andere Kultur hautnah kennen.

Enge Kontakte pflegt das Pestalozzi-Gymnasium Unna nach Tibet. Tadra heißt das Projekt der Schulgemeinde dort. Regelmäßig fahren Lehrer und Schüler in das Land des Dhalai Lama. Im Gepäck haben sie dann Spenden, die durch karitative Aktionen an ihrer Schule zusammenkamen. Der Erlös kommt den Kinderdörfern in Tibet zugute. In diesen Tagen ist wieder eine PGU-Gruppe in Tibet.

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