Unnaer Feuerwehrmann im Einsatz verletzt

dzUnfall

Ein Kamerad der Unnaer Feuerwehr ist bei einem Einsatz in Königsborn schwer verletzt worden. Er wurde von einem Fahrzeug eingeklemmt und kam danach ins Krankenhaus.

Unna

, 27.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Der Vorfall verlief vermutlich glimpflich, zeigt aber doch die Gefahren auf, die der großteils ehrenamtliche Dienst für den Brandschutz in Unna mit sich bringen kann. Sie gehen nicht allein von Rauch und Flammen aus. Denn im Umgang mit Maschinen und Fahrzeugen kann es schlichtweg auch zur „Arbeitsunfällen“ kommen. In eine solche Kategorie mag auch der Unfall vom Donnerstagvormittag gehören.

Beim Rangieren vom Einsatz-Lkw erfasst

Beim Rangieren geriet der Einweiser eines Löschfahrzeuges zwischen den Lkw und eine Straßenlaterne. Er wurde mit seiner Schulter eingequetscht.

Das genaue Ausmaß seiner Verletzungen war vor Ort nicht eindeutig zu diagnostizieren. Der Kamerad war durchweg ansprechbar, kam aber in eine Unfallklinik.

„Eigenschutz“ ist bei der Feuerwehr wichtig

Wenn es um die Gesundheit von Menschen geht, macht die Feuerwehr in Unna keine Kompromisse – auch nicht bei den eigenen Leuten. Ein Rettungswagen fährt bei allen Einsätzen mit, um der Feuerwehr „Eigenschutz“ zu geben. In diesem Fall wurde noch der Notarzt nachalarmiert, um den Verletzten zu versorgen. Der Fahrer des Fahrzeuges und die betroffene Löschgruppe wurden für den Tag aus dem Dienst genommen, hatten also keine weiteren Einsatzalarme mehr zu erwarten. Auch eine psychologische Betreuung wurde den Kameraden des Verletzten vermittelt.

Einsatzanlass war ein Täuschungsalarm

Eine Gefahr durch einen Brand hat es bei dem Einsatz am Donnerstagvormittag nicht gegeben. Die Feuerwehr war nach Königsborn gerufen worden, nachdem die Brandmeldeanlage in einem Seniorenheim Alarm geschlagen hatte. Schließlich aber erwies sich diese Meldung als Täuschungsalarm.

Solche Falschmeldungen kommen häufig vor und sind technisch kaum zu vermeiden. Die Sensoren moderner Brandmeldeanlagen sind so sensibel, dass selbst vergleichsweise geringe Außenreize fehlinterpretiert werden. Die letztlich unnötigen Anfahrten werden im Rettungswesen in Kauf genommen, sind sie doch gewissermaßen der Preis dafür, dass auch ein echter Brand sehr frühzeitig bemerkt und gemeldet würde. Zu Einsätzen in so sensiblen Einrichtungen wie einem Seniorenheim rückt die Feuerwehr dabei in großer Mannstärke aus. Neben dem hauptamtlichen Löschzug 1 aus der Wache an der Florianstraße rücken gleich auch freiwillige Löschgruppen aus. Die rasche Blaulichtfahrt mit großen Lastwagen und das Rangieren vor Ort unter Zeitdruck bergen dabei immer ein gewisses Unfallrisiko.

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