2400 Euro Geldstrafe: Unnaer fährt ohne Führerschein und schiebt Freundin die Schuld zu

dzGerichtsprozess

Ein Unnaer ist jetzt zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt worden: Er wurde ohne Fahrerlaubnis geblitzt und gab fälschlicherweise an, dass es sich bei dem Fahrer um seine Freundin handelte.

von Sylvia Mönnig

Unna

, 04.02.2020, 16:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei einer Fahrt ohne Führerschein gab ein Unnaer nicht nur viel zu viel Gas, sondern wollte anschließend seiner Freundin die Schuld in die Schuhe schieben. Die Folge: Ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und falscher Verdächtigung.

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Seine Mitfahrgelegenheit zur Arbeit fiel aus und so kam der 37-Jährige am Morgen des 30. April auf die Idee, sich selbst hinter das Steuer zu setzen. Auf der Straße In der Külve wurde er geblitzt. Drei Monate später erhielt er den Anhörungsbogen der Polizei und obwohl auf dem Blitzer-Foto eindeutig ein Mann als Fahrer zu sehen war, gab er an, dass seine Partnerin gefahren sei.

37-Jähriger gesteht die Tat

„Ich gestehe das. Ich wollte nicht zu spät zur Arbeit kommen“, räumte er nun kleinlaut im Prozess vor dem Amtsgericht ein. Er habe in dem Moment einfach keine andere Möglichkeit gesehen. Warum er behauptet habe, die Freundin sei es gewesen, das wisse er gar nicht mehr. „Das war schon ziemlich bescheuert“, kommentierte sein Verteidiger trocken. Die anderen Prozessbeteiligten widersprachen ihm nicht.

Das Geständnis sprach für den 37-Jährigen. Negativ wirkte sich aus, dass ihm erst kurz vor der Fahrt die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Der Richter wurde ebenfalls deutlich: „Das Gesetz ist nicht zum Spaß da und auch für Sie – nicht nur für andere Leute.“ Er verurteilte den Unnaer zu 2400 Euro Geldstrafe.

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