Die Lichtbögen, -bühnen und -fassaden sind das Markenzeichen von Un(n)a Festa Italiana. Ihr Aufbau beginnt schon Wochen vor der eigentlichen Veranstaltung. Daher war es für Unnas Stadtmarketing nun Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Die Festa 2021 ist abgesagt. © Udo Hennes
Coronavirus

Unna zieht die Notbremse: Festa Italiana für dieses Jahr abgesagt

Auch 2021 droht ein Jahr ohne Höhepunkte zu werden. Als erste Großveranstaltung sagt Unnas Stadtmarketing nun Un(n)a Festa Italiana ab. Das Risiko sei zu groß geworden – nicht nur das gesundheitliche.

Un(n)a Festa Italiana gilt als das größte italienische Volksfest diesseits der Alpen. Und gerade deshalb wird das Fest in der Unnaer Innenstadt nun frühzeitig abgesagt. Angesichts der weiterhin unklaren Pandemielage erscheint das Risiko einer Veranstaltung in diesem Format und mit internationalen Gästen als zu groß – beziehungsweise die Chance, dass man das Fest im Mai hätte feiern können als zu gering.

Doch es ist nicht nur das gesundheitliche Risiko, das die Gesellschafterversammlung des Stadtmarketings nun die Reißleine ziehen lässt: Es geht auch um wirtschaftliche Schäden. Denn die „Festa“ ist eine Veranstaltung mit einer langen Vorbereitungszeit, nicht nur auf der planerischen Ebene.

Das Ambiente der Festa wird wesentlich durch Lichtornamente und mit Lampen besetzte Rundbühnen („Cassarmoniche“) bestimmt, die von einem Familienbetrieb aus Bari entworfen, gebaut und installiert werden. Die Italiener sind üblicherweise über einen Zeitraum von mehreren Wochen in Unna zu Gast, um die Anlage auf- und abzubauen. Insofern musste nun einfach auch eine Entscheidung fallen.

Nächster Versuch schon im kommenden Jahr

Ein kleiner Trost mag Freunden der italienischen Lebensart gegeben sein: Die Absage für dieses Jahr wirkt zugleich auch als Verschiebung ins nächste. Abweichend vom üblichen Rhythmus der alle zwei Jahre ausgetragenen Festa plant das Stadtmarketing nun eine Austragung vom 25. bis zum 29. Mai 2022.

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Redaktion Unna
Verwurzelt und gewachsen in der Hellwegbörde. Ab 1976 Kindheit am Hellweg in Rünthe. Seit 2003 Redakteur beim Hellweger Anzeiger. Hat in Unna schon Kasernen bewacht und grüne Lastwagen gelenkt. Aktuell beäugt er das politische Geschehen dort und fährt lieber Fahrrad, natürlich auch auf dem Hellweg.
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