Es herrscht Lockdown, und die Corona-Krise schon länger. Unnas Künstler stehen aber nicht still. Wie dieses Werk aus dem Arthaus Nowodworski entstehen unzählige andere, die auch gezeigt werden wollen. © Arthaus Nowodworski
Kunstort Unna

Unna wird 2021 wieder zu einem riesigen Ausstellungsraum – aber anders wegen Corona

Die Initiative „Kunstort Unna“ ist eine Reiseeinladung durch das kreative Unna. Aber wird das möglich sein irgendwann 2021? Die Unnaer Kunstwelt ist noch da, aber etwas unsicher, wie sie es zeigen soll.

Hunderte ziehen durch alle Stadtteile, besuchen Ateliers, Ausstellungsräume, Garagen und Wohnzimmer. Der „Kunstort Unna“ (KOU) lädt ein zum Besuchen und Staunen, Kritisieren und Freuen, Plaudern und Sich-inspirieren-lassen. 2019 gab es das zuletzt. Ist das 2021 vorstellbar? Die Kunstszene plant, soweit es geht. Fest steht: Der Kunstort Unna 2021 soll stattfinden, aber anders.

Eine zentrale Veranstaltung bei Kunstort Unna 2019 war eine Sammelausstellung in der Stadtkirche. Möglicherweise wird es diese auch 2021 geben. © Archiv © Archiv

Kunstort Unna soll 2021 nicht ausfallen

Die Künstler, Gruppen und Ateliers, die sich in der Initiative KOU zusammengeschlossen haben, wollen Unnas größtes Ausstellungsereignis 2021 nicht ausfallen lassen. Die Rahmenbedingungen dafür sind allerdings nicht abzuschätzen. Wie viele Menschen werden sich im September dieses Jahres treffen dürfen? Wird es möglich sein, Gäste zu empfangen, in großen wie in kleinen Ausstellungsräumen?

Ausstellungen über mehrere Wochen angedacht

Beschlossen wurde nun, KOU 2021 in einer „Light“-Variante zu veranstalten. Nicht nur an einem Wochenende soll im Stadtgebiet präsentiert werden, womit sich kreative Menschen in Unna beschäftigen, sondern voraussichtlich über drei oder vier Wochen, berichtete Organisatorin Lina Frubrich.

Auch für September müsse noch damit gerechnet werden, dass Ausstellungen nicht viele Besucher anziehen. Dem stehe ein teils hoher Aufwand für die Organisation der Aktion gegenüber, daher soll es keinen konzentrierten Stadt-Rundgang geben wie sonst.

Lina Frubrich leitet das Projekt Kunstort Unna. Sie verspricht, dass es 2021 stattfinden wird, wenn auch ganz anders. © Archiv © Archiv

„Wir wollen mehr Kunst im öffentlichen Raum präsentieren“, so Frubrich. Eine Idee wird bereits an einigen Standorten umgesetzt und könnte noch intensiviert werden: Wo Schaufenster leerstehen, können Gemälde oder andere Kunstwerke präsentiert werden, die dann rund um die Uhr besichtigt werden können.

Internetseite zeigt Kunst-Vielfalt

„Das Konzept hierzu muss nun erst erarbeitet werden, aber wir wollen dies als große Chance verstehen und hoffen sehr, dass wir trotz alledem ein schönes Kunsterlebnis in der Stadt schaffen können“, so Frubrich.

Der „Kunstort Unna“ lebt, aber anders. Das gilt schon jetzt für den Überblick aller Teilnehmer und ihrer Werke. Die Initiative bringt kein gedrucktes Faltblatt mit Orten und Terminen heraus, sondern veröffentlicht digital. Auf der Internetseite www.kunstortunna.de finden sich alle an KOU teilnehmenden Ausstellungen, die geplant beziehungsweise durchgeführt werden. Aufgrund der Pandemielage wird sich dabei voraussichtlich öfter etwas ändern. Die Internetseite werde mindestens einmal wöchentlich aktualisiert, verspricht Lina Frubrich.

Über den Autor
Redaktion Unna
Jahrgang 1979, stammt aus dem Grenzgebiet Ruhr-Sauerland-Börde. Verheiratet und vierfacher Vater. Mag am Lokaljournalismus die Vielfalt der Themen und Begegnung mit Menschen. Liest immer noch gerne Zeitung auf Papier.
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Thomas Raulf

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