Unna investiert mehr als drei Millionen Euro in die Schulen

dzSchulen in Unna

Keine Schüler, die während des Unterrichts gestört werden und freie Bahn in den Gebäuden. Die Sommerferien nutzt die Stadt Unna auch in diesem Jahr für Sanierungsmaßnahmen an den Schulen.

Unna

, 16.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn in diesen Tagen durch die öffentliche Hand Millionenbeträge investiert werden, vermuten viele dahinter Förderhilfen für die Wirtschaft nach den Ausfällen in der Corona-Krise. In diesem Fall aber gilt das nicht: Unna will vor allem die Schülerinnen und Schüler fördern und gibt deswegen in den Sommerferien mehr als drei Millionen Euro aus.

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Wenn die Kinder und Jugendlichen ihre Ferien genießen, rücken an den Schulen die Handwerker aller Gewerke an. „Hierbei handelt es sich vorrangig um Maßnahmen aus dem energetischen Sanierungsprogramm“, erklärt Unnas Erster Beigeordneter Jens Toschläger. Damit werde nicht nur ein positiver Beitrag zur Energieeinsparung geleistet, sondern wie bei der Peter-Weiss-Gesamtschule die Optik moderner und frischer gestaltet. Aber auch Investitionen in die Sicherheit der Schulen gehören zum Sanierungsprogramm.

Grüne Kunststoffelemente verändern die Fassade am Haus 7 der Peter-Weiss-Gesamtschule Unna deutlich.

Grüne Kunststoffelemente verändern die Fassade am Haus 7 der Peter-Weiss-Gesamtschule Unna deutlich. © Dirk Becker

Tatsächlich sind die Sanierungsarbeiten an keiner Schule so sichtbar wie an der Peter-Weiss-Gesamtschule. Dort wird die Fassade erneuert, ein frisches Grün ist der Hingucker am Haus 7. Die Fassadensanierung mit dem gleichzeitigen Einbau eines Sonnenschutzes kostet alleine etwa 640.000 Euro. Damit wird die schon in den Vorjahren begonnene energetische Sanierung an dem Gebäude abgeschlossen. 2018 waren an Haus 7 schon die Fenster ausgetauscht worden.

Sanierung von Heizungs- und Lüftungsanlagen

Außerdem ist an der Peter-Weiss-Gesamtschule bereits die Heizungsanlage saniert worden. In der blauen Halle werden die Warmwasseraufbereitung und die Lüftungsanlage ebenfalls auf den modernsten Stand gebracht.

Am Pestalozzi-Gymnasium in Unna wurde unter anderem die Heizungsanlage saniert.

Am Pestalozzi-Gymnasium in Unna wurde unter anderem die Heizungsanlage saniert. © Kreisstadt Unna

Am Pestalozzi-Gymnasium Unna (PGU) wird die Heizungsanlage energetisch saniert und eine Lüftungsanlage eingebaut. Zudem wird ein neuer EDV-Raum mit 18 Arbeitsplätzen eingerichtet.

Flachdachsanierung im Schulzentrum Nord

Am Schulzentrum Nord werden knapp 2000 Quadratmeter Flachdach saniert und die innen liegende Entwässerung erneuert. Dort belaufen sich die Kosten auf 1,2 Millionen Euro.

Weitere, etwas kleinere Maßnahmen, sind die Erneuerung der Elektro-Hauptverteilung in der Liedbachschule in Billmerich für 23.000 Euro oder die Erneuerung von zwei Rauchschutztüren im Ernst-Barlach-Gymnasium für 25.000 Euro und die Erneuerung der Elektroanschlüsse im EDV-Raum für 3.000 Euro.

An der Osterfeldschule in Mühlhausen-Uelzen wird der Schulhof saniert und angehoben, um die Barrierefreiheit herzustellen. Hinzu kommt die Sanierung von Rissen am Anbau. Gesamtkosten: rund 150.000 Euro.

Auch die Heizungsanlage der Peter-Weiss-Gesamtschule wurde auf einen modernen Stand gebracht.

Auch die Heizungsanlage der Peter-Weiss-Gesamtschule wurde auf einen modernen Stand gebracht. © Kreisstadt Unna

Zudem erfolgt in den Sommerferien in der Stadthalle, die bekanntlich auch die Funktion einer Aula für das Schulzentrum Nord hat, der letzte Bauabschnitt der Brandschutzsanierung.

Unna will bei Schulen vorn bleiben

Oberste Priorität bei allen jetzt durchgeführten Sanierungsmaßnahmen hat die vernünftige Nutzbarkeit der Schulgebäude. „Wir arbeiten ständig daran, unsere Schulen in einem guten Zustand zu halten, damit die Kinder und Jugendlichen in einem vernünftigen Umfeld lernen können“, sagt Unnas Beigeordnete Kerstin Heidler.

Sie und Jens Toschläger wissen, dass Unna trotz einiger Probleme im Bereich der Schulen gut da steht im Vergleich mit anderen Kommunen. „Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen“, sagt Kerstin Heidler und verweist dabei auch auf die Herausforderungen der Digitalisierung.

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