Unna investiert in schnelle Datenleitungen in den Schulen

dzSchulen in Unna

Moderner Unterricht ohne schnelle Datenleitungen? Undenkbar. Unnas Schulen sind vergleichsweise gut ausgerüstet, dennoch will die Stadt weiter investieren – bewusst nicht in Endgeräte.

Unna

, 08.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er klingt sperrig, bildet aber die Grundlage dafür, wie Unnas Schüler in den kommenden Jahren lernen werden: Die Stadtverwaltung hat ihren neuen Medienentwicklungsplan vorgestellt. Die Kernbotschaft: Unnas Schulen entscheiden mit, wie sie mit modernen Lehrmitteln ausgestattet werden.

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Laptopklassen, Smartboards oder sogar Virtual Reality (VR)-Brillen: Jede Schule in Unna hat mittlerweile ein eigenes Medienkonzept, in dem sie festgelegt hat, wie moderne Medien im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden können. „Diese Medienkonzepte bilden den Schwerpunkt unseres Plans, wie wir die digitale Ausstattung der Schulen vorantreiben“, sagt Kerstn Heidler, die als Beigeordnete für die Schulen in Unna zuständig ist.

„Wir verfahren nach der Devise: Leitungen vor Endgeräten.“
Carola Schöfisch, Schulamtsleiterin Unna

Das heißt nicht, dass alle Schulen jetzt auf einen Schlag Laptops, Smartboards und Co. bekommen – im Gegenteil: „Wir verfahren nach der Devise: Leitungen vor Endgeräten“, sagt Unnas Schulamtsleiterin Carola Schöfisch. Denn nur, wenn die Internetleitungen an jeder Schule schnell genug seien, könnten die Schulen die entsprechenden Geräte auch sinnvoll nutzen.

Den finanziellen Rahmen gibt unter anderem der Digitalpakt Schule vor. Aus diesem Förderprogramm bekommt Unna über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 2,6 Millionen Euro. „Davon sind aber nur 20 Prozent für Endgeräte vorgesehen, das ist so festgelegt“, erklärt Schöfisch. Eine flächendeckende Ausstattung aller Unnaer Schulen mit den jeweils gewünschten Endgeräten sei daher nicht möglich.

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Ohnehin gibt Schöfisch zu bedenken, dass es einigige Zeit dauern kann, bis bestimmte Produkte tatsächlich zur Verfügung stünden: „Diese Fördergelder werden zeitgleich an die Kommunen ausgeschüttet. Das hat natürlich zur Folge, dass die Nachfrage schlagartig steigt und es dann eng auf dem Markt wird.“

Zum Glück seien in Unna alle Schulen bereits mit einem Breitbandanschluss ausgestattet. „Da reden wir also nicht mehr über die Grundlagen, sondern über die Frage, wie wir diese Leitungen noch optimieren können“, so Schöfisch.

So unterschiedlich die einzelnen Medienkonzepte der Schulen teilweise sind, haben sie doch eines gemeinsam: „Es wird in einigen Jahren wieder neue Konzepte geben; die Entwicklung schreitet da ja rasant voran“, sagt Kerstin Heidler. Im Bereich der Grundschulen gibt es übrigens ein gemeinsames Medienkonzept. Der Vorteil dabei: „Damit starten die Schüler mit gleichen Voraussetzungen an den weiterführenden Schulen.“

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