„Unna Hört“: Wortwitz pur beim Poetry Slam auf dem Platz der Kulturen

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Junge Poesie stand am Donnerstag auf dem Programm der „Summertime“. Zum zweiten Mal im Rahmen des Kultur-Sommerprogramms fand der Unnaer Poetry-Slam „Unna Hört“ auf dem Platz der Kulturen statt.

von Sebastian Pähler

Unna

, 09.08.2019, 10:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf recht großes Interesse stieß am Donnerstag der Poetry-Slam „Unna Hört“, der zum zweiten Mal für die „Summertime“ aus der Lindenbrauerei auf den Platz der Kulturen verlegt wurde.

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Die Kontrahenten

Moderator und „Unna Hört“-Organisator Simeon „Sim Panse“ Buß hatte auch diesmal wieder erfahrene und neue Lyriker nach Unna geholt, um mit ihnen einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend zu gestalten.

Aus Viersen kam Max Raths, der zum ersten Mal seinen Weg nach Unna gefunden hatte. Mit Marius Hanke, genannt „Zwerg Riese“, brachte Buß einen alten Bekannten mit, den er schon kannte, bevor er selbst mit dem Slamen angefangen hatte. Maxi Thiel hatte etwas mit dem Sänger Sasha gemeinsam, für dessen Auftritt am Freitag bereits die große Bühne aufgebaut, und für den Open-Air-Slam genutzt wurde, denn beide kommen aus Soest.

Felicitas Friedrich aus Bochum nahm diesmal als einzige Frau im Wettbewerb teil. Für die zweite Frau, die kurzfristig abgesagt hatte, sprang kurzfristig Markus Wolf ein, der nicht damit gerechnet hatte, an diesem Abend eine Gelegenheit zum Vorlesen zu bekommen. Als wortgewaltiger Favorit war der Dortmunder Björn Rosenbaum mit von der Partie, der schon mehrfach auch bei „Unna Hört“ teilgenommen hatte.

„Unna Hört“: Wortwitz pur beim Poetry Slam auf dem Platz der Kulturen

„Zwerg Riese“, Marius Hanke (am Mikro) wusste mit seinen Texten über Einsamkeit im Alter und die Lebenserfahrungen junger Menschen zu überzeugen, auch wenn er sich im Finale geschlagen geben musste. Musiker Björn Gögge (am Keyboard) begrüßte jeden Poetry-Slammer mit einer eigenen Einmarschmusik. © Sebastian Pähler

Für besonderes Flair sorgte diesmal Musiker Björn Gögge: Er spielte nicht nur eingängige Ambiente-Musik, sondern widmete jedem Teilnehmer auch ein „Einmarschlied“.

Die Duelle

In der ersten Runde traten die Slammer in drei Duellen gegeneinander an. Zunächst standen sich Maxi Thiel, mit einem Text über das richtige Benehmen beim Wacken Heavy Metal-Festival, und Markus Wolf mit Anekdoten über seinen schrägen, irakischen Mitbewohner gegenüber.

Sowohl Björn Rosenbaum, der so verschroben wie kunstvoll über den Bau der Pyramiden, Britney Spears und asymmetrische Kriegsführung elaborierte, als auch Felicitas Friedrich, die das Hoffen und Bangen beim Ausbleiben der Periode schilderte, wussten zu überzeugen, so dass das Publikum sie mit einem Unentschieden beide ins Finale schickte.

Max Raths waren seine Wurzeln im Hip-Hop deutlich anzuhören, als er mit einem Text über die Machenschaften des Weihnachtsmanns im Sommer gegen Zwerg Riese antrat, der das Seelenleben zweier junger Menschen verglich, die aufgrund ihres Äußeren beurteilt werden.

„Unna Hört“: Wortwitz pur beim Poetry Slam auf dem Platz der Kulturen

Im Finale lieferten sich die Teilnehmer ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das Björn Rosenbaum nur knapp gewann: Markus Wolf, Björn Rosenbaum, Felicitas Friedrich und Marius Hanke(von links). © Sebastian Pähler

Am Ende überzeugte Björn Rosenbaum nach einer sehr starken Finalrunde die Zuschauer. Dafür wurde er von Simeon Buß mit einem Siphon Lindenbier und vom Publikum mit einem kräftigen Applaus belohnt.

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