Unna-Hemmerde verliert die Geduld mit den Planern

dzNeuer Sportplatz

Wann beginnt die Überplanung des Bürgerhauses, damit Hemmerde einen neuen Sportplatz bekommt? Im Dorf wird man langsam ungeduldig.

Hemmerde

, 13.10.2018, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vier Jahre: So lange ist es her, dass im Rathaus der Antrag zum Bau eines Kunstrasenplatzes in Hemmerde eingegangen ist. Ortsvorsteher Klaus Tibbe erinnerte jetzt daran im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung. Er erkundigte sich bei der Stadtverwaltung nach dem Planungsstand, und die Antwort enttäuschte ihn, wie an seiner Reaktion zu erkennen war. Zum Hintergrund: Das Hemmerder Bürgerhaus soll abgerissen werden. Die Stadt will die Fläche inklusive der eines Trainingsplatzes dahinter für den privaten Wohnungsbau verkaufen. Mit dem eingenommenen Geld soll ein neuer Kunstrasenplatz für Hemmerde bezahlt werden – modern und ganzjährig bespielbar, wie es ihn in Königsborn, Massen, Mühlhausen und Unna-Süd schon gibt.

Unna-Hemmerde verliert die Geduld mit den Planern

Der vor einem Jahr veröffentlichte Entwurf für den neuen Hemmerder Sportplatz beweist sogar eine beachtliche Kreativität: Neben dem Hauptspielfeld wäre ein kleiner Trainingsplatz, auf dem auch das Festzelt des Schützenvereins stehen kann.

Für den Abriss des Bürgerhauses, das seit 2017 leer steht, hat die Stadt inzwischen einen Auftrag erteilt. Wann und wie die Zukunft der Fläche geplant wird, ist aber weiterhin offen. Die Aufstellung eines Bebauungsplans ist erforderlich. Die Verwaltung sei noch in Gesprächen, erklärte Baudirektor Michael Ott dem Ortsvorsteher im Ausschuss. An Verhandlungen seien Anlieger und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFG beteiligt. Es gebe „das eine oder andere Problem“. Zu Details äußert sich die Stadt nicht. Stadtsprecher Christoph Ueberfeld nannte im Gespräch mit unserer Redaktion lediglich die Rolle der WFG in dieser Angelegenheit. Sie sei beratend tätig.

„Noch in Abstimmungsgesprächen“: So beantwortete die Stadtverwaltung eine Frage nach dem Sachstand schon im Oktober 2017. Auch Ortsvorsteher Tibbe kritisierte nun, dass man mit dem Projekt zwölf Monate in Verzug sei. Anfang 2019 seien die Planer sicher einen Schritt weiter, so Baudirektor Ott. Tibbe rechnete daraufhin weiter: Der neue Sportplatz komme dann also ein weiteres Jahr später? „Das ist sehr unbefriedigend.“

Lesen Sie jetzt