Kommunikation und Information laufen heute großteils über das Smartphone. Für alle, bei denen die eigene Datenleistung nicht genügend Tempo zulässt, gibt es in Unna jetzt einen zweiten Anlauf für ein taugliches „Stadt-Wlan“. © Udo Hennes
Digitalisierung

Unna geht bei Smart-City-Förderung leer aus

Dass Unna in Sachen Digitalisierung Nachholbedarf hat, ist bekannt. Doch es gibt Pläne, wie die Stadt innovativer werden kann. Aus einer erhofften Förderung wird aber zunächst nichts.

Wenn eine Stadt modern sein will, dann muss sie längst auch in Sachen Digitalisierung mehr als den Mindeststandard bieten. Unnas Stadtverwaltung hat Pläne für eine digitale Modernisierung, die aber ohne Fördermittel kaum zu realisieren sind. Von 2,3 Millionen Euro Finanzbedarf war im Februar die Rede.

Deshalb waren die Hoffnungen groß, dass Unna von einer Bundesförderung profitieren könnte. Gemeinsam mit anderen Kommunen hat die Stadt einen Förderantrag gestellt. Das Förderprojekt Smart Cities hätte im Falle einer Zusage rund 1,5 Millionen Euro zugesteuert. Hätte, denn in der jüngsten Ratssitzung musste Bürgermeister Dirk Wigant mitteilen, dass Unna leer ausgeht. 94 Anträge seien gestellt, davon 28 bewilligt worden – nicht allerdings der der Stadt Unna und ihrer Partnerkommunen.

Angestoßene Projekte sollen umgesetzt werden

Wer allerdings fürchtet, jetzt ziehe die Stadt die Digitalisierungsbremse, den kann Wigant beruhigen. „Die angestoßenen Projekte wie zum Beispiel der Melde-App werden trotzdem weiterverfolgt und umgesetzt“, versprach Unnas Bürgermeister.

Und nicht nur das: Geplant sei, im Frühjahr 2022, wenn es einen neuen Förderaufruf geben soll, einen neuen Antrag zu stellen. Wigant ließ dabei offen, ob das wieder in der jetzt gewählten Gemeinschaft mehrerer Kommunen geschehen werde. „Darüber werden wir uns intensiv Gedanken machen“, so Wigant. Denkbar ist damit etwa eine Einzelbewerbung. Eine Option scheint aber auch eine Kooperation mit dem Kreis Unna zu sein, der sich als Smart Region aufstellen will.

Erst Digitalstrategie, dann Projekte

Unna hat betont, nicht nur auf einzelne Leuchtturmprojekte setzen zu wollen. Stattdessen soll die Bürgerschaft mitgenommen werden auf dem Weg in das digitale Zeitalter. In einer ersten Phase will die Stadt gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern eine Digitalstrategie entwickeln, die dann mit konkreten Projekten hinterlegt werden soll. Zumindest diese Planungen müssen nun wohl verschoben werden.

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Redaktion Unna

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