„Unna braucht Eis“ will Eishalle mit Sledgehockey attraktiv machen

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Bis zur ihrer Schließung im Sommer 2018 war die Eishalle Unna ein Treffpunkt für Jung und Alt. „Unna braucht Eis“ will das aufleben lassen – und hat auch eine besondere Zielgruppe im Blick.

Unna

, 16.01.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wann die Eishalle Unna wieder eröffnen wird, ist weiterhin unklar, doch „Unna braucht Eis“ knüpft bereits jetzt Kontakte in eine Szene, die an einer sanierten und modernisierten Eishalle Unna Interesse haben könnte: Der Verein traf sich nun mit Vertretern des deutschen „Sledgehockeys“ in der Eishalle. Die Eishockey-Variante für Menschen mit einer Körperbehinderung soll nach Möglichkeit in der Unnaer Eishalle angeboten werden.

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„Wir waren mit einem Vertreter der Sledgehockey-Nationalmannschaft in der Eishalle, um gemeinsam zu gucken, inwieweit die Halle dafür geeignet wäre und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssten, damit wir diesen Sport anbieten können“, sagt Wihelm Ruck von „Unna braucht Eis“ im Gespräch mit unserer Redaktion.

Bereits im Konzept zum Betrieb der Eishalle, das der Verein im April 2019 vorlegte, ist gleich zu Beginn die Rede davon, dass „Unna braucht Eis“ die Halle ausdrücklich auch für Menschen mit Behinderungen erlebbar machen möchte. Auch habe es bereits eine Anfrage eines Sledeghockey-Teams aus der Region gegeben, das auf der Suche nach einer barrierefreien Eissportstätte sei.

Beim Sledgehockey sitzen die Spieler in Schlitten, die für jeden Spieler individuell angepasst sind. Die Fortbewegung ist dem Langlaufskifahren ähnlich. Mithilfe zweier Schläger, die am einem Ende mit Spikes besetzt sind, bewegen sich die Spieler auf dem Eis und schlagen den Puck.

In Deutschland gibt es seit 2000 einen Ligabetrieb. Aktuell spielen vier Mannschaften in der Deutschen Para-Eishockey-Liga. Eine davon, der TuS Wiehl, stammt aus Nordrhein-Westfalen.

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Damit Sledgehockey in der Eishalle angeboten werden könnte, müsste die Halle nahezu komplett barrierefrei gestaltet sein, damit Rollstuhlfahrer Zugang zur Eisfläche, den Kabinen und den Toiletten haben. Dies sei bisher auch schon möglich gewesen, sagten Vertreter von „Unna braucht Eis“, als im November 2018 das im Auftrag der Stadt Unna erstellte Sanierungsgutachten die Kosten für die Barrierefreiheit auf 151.000 Euro bezifferte. „Unna braucht Eis“ hielt diese Summe für zu hoch.

Ob und wann in der Eishalle Unna Sledeghockey und andere Eissportarten gespielt werden können, ist derweil noch immer nicht zu sagen. „Unna braucht Eis“ wartet noch auf das Urteil des Wirtschaftsprüfers, der das Konzept bewertet. Erst wenn es für tragfähig erklärt wird, kann zwischen dem Königsborner Jugendeishockey Club (KJEC) und der Stadtverwaltung ein Pachtvertrag über die Eishalle geschlossen werden – die zwingende Vorausstezung für die Beantragung von Fördergeldern.

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