„Unna braucht Eis“: Kostenneutraler Betrieb der Halle ist möglich

dzEissporthalle

Sollte die Eissporthalle Unna nicht abgerissen, sondern saniert und wieder eröffnet werden, so kann sie „nahezu kostenneutral“ betrieben werden. Davon geht der Verein „Unna braucht Eis“ aus.

Unna

, 19.11.2018, 13:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

200.000 Euro Verlust pro Jahr würde die Eissporthalle einfahren, wenn sie weiter betrieben würde – zu diesem Ergebnis kommt die Machbarkeitsstudie im Auftrag der Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU), die am 13. November vorgestellt wurde. Der Verein „Unna braucht Eis“ kommt auf ganz andere Zahlen.

Es sei schon jetzt abzusehen, dass die Eishalle nahezu kostenneutral betrieben werden könne, kündigt der Verein in seiner Reaktion auf die Machbarkeitsstudie an. Die Studie gehe „entgegen der ausdrücklichen Absprache“ zwischen der Bürgerinitiative und der Stadtverwaltung davon aus, dass der Betrieb der Eissporthalle durch städtische Bedienstete erfolgen werde.

„Diese Art des Betriebs hätte sich massiv kostensenkend ausgewirkt und wurde deshalb bei der Schätzung nicht berücksichtigt.“
„Unna braucht Eis“ über den Betrieb der Eissporthalle durch einen Pächter oder eine gemeinnützige Gesellschaft

Die Stadt hatte im Rahmen der Machbarkeitsstudie auch die künftigen Kosten, die ein Weiterbetrieb der Halle verursachen würde, ausrechnen lassen und war dabei von einem Betrieb durch die WBU ausgegangen – weil das Betreiberkonzept des Vereins „Unna braucht Eis“ noch nicht vorlag.

Man habe „mehrfach und unmissverständlich“ klargestellt, dass für den Verein nur der Betrieb durch einen privaten Pächter oder durch eine gemeinnützige Gesellschaft in Betracht käme, kritisiert der Verein. „Diese Art des Betriebs hätte sich massiv kostensenkend ausgewirkt und wurde deshalb bei der Schätzung nicht berücksichtigt“, so der Vorwurf an die Stadtverwaltung.

Ferner sei in der Studie eine „High-End-Eissportarena“ berechnet worden und nicht die „bescheidene Eishalle für Kinder, Jugendliche, Freizeitläufer, Vereine und Hobbymannschaften, die der Verein haben möchte.

„Unna braucht Eis“: Kostenneutraler Betrieb der Halle ist möglich

Mit einem Trikot, auf dem die Nationalmannschaft unterschrieben hat, unterstützt der DEB „Unna braucht Eis“. Das Trikot soll zugunsten der Eissporthalle Unna versteigert werden. © privat

In diesem Kontext kritisiert „Unna braucht Eis“ auch, dass die Stadtverwaltung offenbar bisher nicht auf Hilfs- und Unterstützungsangebote eingegangen sei, die der Deutsche Eishockey Bund (DEB) mehrfach gegenüber „Unna braucht Eis“ geäußert hatte. Bei einem Treffen vor zwei Wochen mit Vertretern des Vereins hatten hochrangige DEB-Vertreter dieses Angebot erneuert.

Der DEB unterstützt „Unna braucht Eis“, indem er ein „Game-Issued“-Trikot zur Verfügung stellt, das von der Nationalmannschaft unterzeichnet wurde. Dieses Trikot will „Unna braucht Eis“ in Kürze zugunsten des Erhalts der Eissporthalle versteigern.

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