„Unna braucht Eis“ distanziert sich von steigenden Kosten für die Eishalle Unna

dzEishalle Unna

Die Neueröffnung der Eishalle Unna im Herbst 2020 hält auch „Unna braucht Eis“ nicht mehr für realistisch. Vor allem distanziert sich der Verein aber von den hohen Planungskosten.

Unna

, 28.02.2020, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Summe von 200.000 Euro, die die Stadtverwaltung als Planungskosten für die Sanierung der Eishalle allein in diesem Jahr nennt. Der damit verbundene Zeitplan, der eine Eröffnung in diesem Jahr unmöglich erscheinen lässt. Beide Punkte veranlassen „Unna braucht Eis“ zu einem deutlichen Appell an die Stadtverwaltung und die Politiker im Rat. Anstatt das Projekt zu behindern, sollten sie es mit Gestaltungswillen und Mut unterstützen, so die Forderung des Vereins.

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„Das, was die Stadt im aktuellen Sachstand zur Eishalle nun vorgelegt hat, ist eine Quintessenz dessen, was wir in den letzten Monaten erlebt haben“, sagt Wilhelm Ruck, Vorsitzender von „Unna braucht Eis“, als unsere Redaktion ihn auf das Papier auf dem Rathaus anspricht.

In den gemeinsamen Gesprächen würden die Verantwortlichen der Stadtverwaltung stets betonen, dass die Eishalle oberste Priorität habe. „Alleinig das Handeln der Akteure macht es zunehmend schwerer, diesen Worten Glauben zu schenken“, so „Unna braucht Eis“ in einer Pressemitteilung am Freitagnachmittag.

„Wir wollen ja hier kein Atomkraftwerk umbauen.“
Wilhelm Ruck, Vorsitzender von „Unna braucht Eis“

Die Ausweitung der Planungsleistungen im Zusammenhang mit der Sanierung und dem Betrieb der Eishalle führten zu weiteren Verzögerungen. „Das Ziel, im Herbst 2020 die Eishalle wieder zu eröffnen, ist in dieser Form nicht mehr realistisch“, rückt Ruck im Gespräch mit unserer Redaktion von dem Zeitpunkt ab, den „Unna braucht Eis“ immer wieder als Ziel genannt hatte.

Den Vorsitzenden des Vereins ärgert es, dass die Sanierung der Eishalle als so komplex dargestellt werde. „Wir wollen ja hier kein Atomkraftwerk umbauen“, sagt er. In der Pressemitteilung führt „Unna braucht Eis“ die Stadt Troisdorf als Beispiel dafür an, wie schnell eine Eishalle umgebaut werden könne: „Hier wurde innerhalb von vier Monaten eine Kartbahn zu einer Eissporthalle umgebaut. Eigentümer der Immobilie war ein stadteigener Betrieb und der Eishallenumbau wurde von einem Verein und einer Betreibergesellschaft organisiert.“

Von den nun genannten Planungskosten möchte sich „Unna braucht Eis“ klar distanzieren: „Unser Konzept hat einen anderen Weg der Sanierung aufgezeigt: bürgernah und kostengünstig.“ Man werde aber weiterhin die Gespräche mit der Stadtverwaltung suchen und den „zugegebenermaßen beschränkten Einfluss auf das Handeln der Verantwortlichen weiter nutzen“, kündigt der Verein an.

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