„Unna braucht Eis“ beklagt fehlende Unterstützung der Parteien

dzEishalle Unna

Die Eröffnung der Eishalle Unna im Herbst 2020 – dieses Ziel verfolgt „Unna braucht Eis“ noch immer. In den Reihen des Vereins regt sich nun aber Unmut über fehlende Unterstützung.

Unna

, 23.01.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer dieser Tage an der Eishalle Unna vorbeigeht, der kommt nicht auf den Gedanken, dass hier schon im Herbst wieder Schlittschuhläufer über eine Eisfläche flitzen sollen: Das Gebäude wirkt so verlassen wie eh und je seit der Schließung im Sommer 2018.

Nur ein Baucontainer lässt erahnen, dass hier etwas passiert: Das Vordach wurde ausgebessert. Aus den Reihen von „Unna braucht Eis“ kommt nun Kritik an dem schleichenden Prozess – und der richtet sich vor allem gegen die politischen Parteien im Unnaer Rat.

Jetzt lesen

„Wenn wirklich der Wille zu mehr Bürgerbeteiligung gewollt ist, dann stellt sich die Frage, warum wird „Unna braucht Eis“ jetzt bei der Umsetzung der Sanierung nicht unterstützt? Warum muss da erst die Wahl im September abgewartet werden?“, fragt Katja Mette, Gründungsmitglied von „Unna braucht Eis“ in einem Kommentar auf der Homepage des Vereins.

Mette greift darin sowohl die Aussagen der SPD-Bürgermeister-Kandidatin Katja Schuon als auch die des CDU-Fraktionsvorsitzenden Rudolf Fröhlich auf den Neujahrsempfängen ihrer jeweiligen Parteien auf. „Die SPD-Bürgermeisterkandidatin Schuon will unter anderem mehr Bürgerbeteiligung umsetzen und führt dabei den Bürgerentscheid zur Eishalle als Konsequenz an. „Wie soll das gehen? Hat sie doch immer noch dieselben Genossen um sich herum, die sich vehement gegen die Eissporthalle entschieden haben. Die SPD ist immer noch die größte Ratsfraktion, Unterstützung in der Umsetzung der Sanierung ist nicht zu erkennen“, wirft Katja Mette den Genossen vor.

„Nur von ,guten Gesprächen‘ kann keine Halle saniert werden.“
Katja Mette, „Unna braucht Eis“

Die Kritik von „Unna braucht Eis“ zielt auch auf die CDU. Mette greift dazu eine Aussage Rudolf Fröhlichs aus seiner Rede beim Neujahrsempfang auf, nach der in Unna „nicht alles in Butter ist und ein ausgeglichener Haushalt in weiter Ferne liegt. Die Kosten für die Sanierung der Eissporthalle sind in diesen Betrachtungen noch gar nicht enthalten.“

Mette wirft die Frage auf, ob Fröhlich es vergessen oder absichtlich nicht erwähnt habe, dass die Eishalle ebenso wie die Stadthalle im Bereich der Wirtschaftsbetriebe angesiedelt sei und daher nicht im Kernhaushalt erfasst sei.

„Die Mitglieder von Unna braucht Eis haben neben ihrem Vollzeitjob einen Wirtschafts- und Sanierungsplan für die Erhaltung der Eishalle aufgestellt“, führt Katja Mette das Engagement der Vereinsmitglieder ins Feld.

Und sie moniert, dass daraus offensichtlich nichts gemacht werde: „Seit mehr als einem halben Jahr hört man immer nur, das mit ,Unna braucht Eis‘ und der Stadtverwaltung gute Gespräche geführt wurden. Nur von ,guten Gesprächen‘ kann keine Halle saniert werden.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Schulen in Unna
Schillerschule Massen ist noch immer ohne Konrektor: „Wir warten seit einem Jahr“
Hellweger Anzeiger „Hände für Pfoten“
Futter aus dem Sonnenstudio: Unnaer will eine Tafel für Hunde etablieren
Hellweger Anzeiger Gerichtsurteil
„Stinkefinger“ gegen Polizisten: BVB-Fan (21) aus Unna muss nach Beleidigung zahlen
Meistgelesen