Mit Video

Kaninchenbabys in Unna gestohlen – haben sie eine Überlebenschance?

Ein dreister Tierdiebstahl erschüttert die Familie Lategahn in Mühlhausen. Unbekannte haben vom Milchhof zwei Kaninchenbabys gestohlen. Ob sie das überleben werden, ist unbekannt.
Simone Lategahn steht am Kaninchenstall auf dem Milchhof Mühlhausen. Dort fehlen zwei Tiere: gestohlen! © Hennes

Zwei Kaninchen sind vom Milchhof in Mühlhausen verschwunden. Die Tiere befanden sich in einem Gehege auf dem Hofgelände. Es sind Jungtiere im Alter von nur vier Wochen. Familie Lategahn ist erschüttert: Noch nicht einmal die Tatsache, dass die Jungen noch bei ihrer Mutter waren, habe den Dieb vor seiner Tat zurückschrecken lassen.

Familie Lategahn zeigt Tiere an sich gern

Der Milchhof in Unna-Mühlhausen legt Wert auf Transparenz. Kunden sollen die Produkte schätzen, und dazu gehört auch, dass sie möglichst viel von der Tierhaltung erleben sollen. „Unsere Ställe sollen für unsere Kunden ersichtlich und zugänglich sein“, sagt Bäuerin Veronika Lategahn. Besucher dürfen sich auf dem Hof frei bewegen und auch direkt an die Ställe herantreten. Das gilt auch für die Gehege mit den Kaninchen.

Es sei schade, dass dieses Vertrauen teilweise ausgenutzt werde, so Lategahn. Dies sei nicht der erste Diebstahl auf dem Milchhof Mühlhausen gewesen. Vor vier Jahren hätten Unbekannte ein ausgewachsenes Kaninchen über Nacht aus seinem Gehege gestohlen. Erst im vergangenen Jahr seien zwei kleine Kaninchen entwendet worden – ebenfalls um die Osterzeit.

Jungtiere noch besonders sensibel

Im Fall von 2021 seien die gestohlenen Tiere noch sehr jung gewesen. Die jetzt verschwundenen Kaninchen sind auch erst vier Wochen alt. Die ersten Wochen nach der Geburt sind bei Kaninchen besonders kritisch. Verantwortungsvolle Züchter vermitteln Junge in dieser Phase nicht an neue Besitzer. „Sie brauchen die Muttermilch noch lange“, bestätigt Milchhof-Juniorchefin Simone Lategahn. Derart junge Tiere von Muttermilch auf Futter umzustellen, könne glücken, es sei aber auch möglich, dass sie es nicht schaffen.

Der Dieb im aktuellen Fall muss in der Nacht von Sonntag auf Montag (28. März) zugeschlagen haben. Der Stall, in dem die Muttertiere mit ihren Jungen gehalten werden, steht nicht an der Einfahrt, sondern auf dem Hof.

Veronika Lategahn bittet alle, Ohren und Augen offen zu halten, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Besucher dürften gerne wie gewohnt die Tiere auf dem Hof besuchen. Aber es sei nicht gestattet, die Stalltüren zu öffnen. „Dafür haben wir einfach schon zu viele Verluste zählen müssen“, sagt die Bäuerin.

Unna am Abend

Täglich um 18.30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.