Wieso mitten in Costa Rica Bäume aus Unna wachsen

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Bäume pflanzen für den Klimaschutz – das ist zur Zeit in aller Munde. Für die Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums ist die Idee nicht neu; sie pflanzen bereits seit sieben Jahren regelmäßig Bäume in Costa Rica. Jetzt haben sie einen neuen Rekord aufgestellt.

Unna

, 12.08.2019, 14:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Wichtig ist, nicht nur über den Klimaschutz zu reden, sondern konkret dazu beizutragen“ sagt die 18-Jährige Lina Gretzinger aus Unna. Gemeinsam mit zehn weiteren Jugendlichen pflanzte sie am vergangenen Wochenende mehr als 10.000 Bäume – in Costa Rica. „So viele Bäume im Norden Costa Ricas haben wir in acht Jahren noch nie gepflanzt“, freut sich die angehende Soziologiestudentin.

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Im Laufe des vergangenen Schuljahres sammelten die Schülerinnen und Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums mit zahlreichen Aktionen Spenden zur Unterstützung ihrer Projekte in Costa Rica. „Deswegen ist es uns so wichtig, dass die Bürger Unnas wissen, dass jeder Cent hier angekommen ist“, sagt Lina Gretzinger.

Wieso mitten in Costa Rica Bäume aus Unna wachsen

Lina Gretzinger, Fritzi Kiwitt und Max Dangeleit (von links). © Gerald Schulz

„Seit 2008 gibt es an unserer Schule den Sprach- und Kulturaustausch mit Costa Rica. Seit 2012 nehmen wir an einem Aufforstungsprogramm teil, um einerseits die C02-Emissionen unseres Fluges wieder gut zumachen, sowie andererseits für die nächsten 50 Jahre, in denen die Bäume wachsen, Sauerstoff für die Erde zu produzieren.“, erläutert Fritzi Kiwitt (16). „Klar, Rafting, Surfen und Affen im Dschungel zu beobachten macht auch Spaß, aber der Schutz und die Erhaltung der Natur stehen für uns dabei im Vordergrund.“

„Rafting, Surfen und Affen im Dschungel zu beobachten macht auch Spaß, aber der Schutz und die Erhaltung der Natur stehen für uns im Vordergrund.“
Fritzi Kiwitt, 16 Jahre

Über 10.000 Bäume zu pflanzen wurde nur aufgrund einer großzügigen Spende der Bayer Care Foundation ermöglicht. „Umweltschutz funktioniert allerdings nur, wenn man die Bevölkerung mit ins Boot holt. Deswegen unterstützen wir neben unserem Aufforstungsprojekt auch die kleine Grundschule La Pradera im Norden Costa Ricas, die den Wald in unserer Abwesenheit pflegt und im Unterricht nutzt.“ ergänzt Marie.

Am verbleibenden Wochenende kommt aber auch der Spaß nicht zur kurz. „Wir fahren an die karibische Küste, um am dort gelegenen Korallenriff zu schnorcheln und vielleicht können wir auch noch ein paar Mal surfen,“ schmunzelt Fritzi.

„Spaß im Urlaub und Klimaschutz schließen sich definitiv nicht aus. Beides sollte Hand in Hand gehen“, zieht Marie ein Fazit ihres sechswöchigen Aufenthaltes in Costa Rica.

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