Umbau des „Katharinentreffs“ in Unna soll mehr Raum für Begegnung schaffen

dzKatholische Gemeinde

Sich öffnen und ganz neue Möglichkeiten der Begegnung schaffen will die bald noch größere katholische Gemeinde in Unna. Dafür soll der geplante Umbau des Katharinentreffs genutzt werden.

von Sebastian Pähler

Unna

, 05.02.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ideen und Engagement aus der Bevölkerung sind jetzt gefragt, um mit dem „offenen Katharinentreff“ ein neues Angebot für Gläubige und die ganze Stadt zu schaffen. Am Montag lud man Interessierte ein, um den Wandlungsprozess von der Basis aus zu starten.

Chance in der Krise

„Dass die Zahl der Kirchenbesucher rückläufig ist, muss ich keinem sagen“, stellte Klausdieter Herb bei dem Infoabend fest. „Die andere Seite ist, dass Menschen in unserem pastoralen Raum bestimmte Bedürfnisse haben: Das Bedürfnis mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen, über Glauben und Religion; das Bedürfnis nach Seelsorge, Beratung und gemeinsamem Tun. Darin steckt für uns eine Chance“, so das Pfarrgemeinderatsmitglied.

Eine ganz praktische Chance liege im auslaufenden Pachtvertrag mit der Deutschen Bank, die derzeit noch das gleiche Gebäude nutzt. Dieser wurde nicht über 2020 hinaus verlängert, da die Gemeinde aufgrund des Zusammenschlusses der Pfarreien Unna, Fröndenberg und Holzwickede bald selbst mehr Büros benötigt.

Umbau des „Katharinentreffs“ in Unna soll mehr Raum für Begegnung schaffen

Für das große Interesse an der Planungsveranstaltung zum „Offenen Katharinentreff“ waren die Räume dort in ihrer jetzigen Form das richtige, doch dem Wandel in der Gesellschaft wird man sich auch baulich anpassen müssen. Doch darin sieht die Gemeinde St. Katharina auch eine Chance. © Sebastian Pähler

Doch bei mehr Platz für Bürokratie soll es gewiss nicht bleiben. Einen Ort der Begegnungen will man schaffen, der durch seine prominente Lage an der Bahnhofstraße auch Menschen abholen soll, die den Weg in ein Pfarrbüro bislang nicht gefunden haben.

Nach der Erstellung einer Machbarkeitsstudie und Rücksprache mit dem Bistum lud die Arbeitsgruppe, bestehend aus Klausdieter Herb, Ludwig Holzbeck, Irmingard Kelbel, Michael Löblein, Janfelix Müller und Marie-Luise Räcker, nun dazu ein, den Satz „Der offene Katharinentreff soll ein Ort seien für…“ zu vervollständigen.

Große Pläne

Rund 60 Teilnehmer jeden Alters hatten ihren Weg zu dem Informationsabend gefunden und brachten reichlich Ideen und Wünsche mit. Dabei kristallisierten sich einige Themenbereiche heraus: So ist etwa der Wunsch nach einem Raum für Begegnungen groß. Hier sollen nicht nur Katholiken, sondern alle Menschen, besonders Einsame und jene in Not einen Platz finden. Auch ein Beratungsangebot soll es geben, zumindest die Möglichkeit, von hier aus an Ansprechpartner weitergelotst zu werden.

Räumlich soll Platz für große und kleine Gruppen entstehen, sodass beispielsweise Spielgruppen, Chorproben, Treffen nach dem Gottesdienst oder Geburtstagsfeiern möglich sind. Bei all der Öffnung soll aber natürlich auch Platz für Seelsorge und das Gemeindeleben bleiben.

Umbau des „Katharinentreffs“ in Unna soll mehr Raum für Begegnung schaffen

„Das Wissen ist im System“: Janfelix Müller erläutert das Verfahren, nach dem die Pilotgruppe erstellt werden soll. Der offene Katharinentreff soll nämlich aus der Gemeinde heraus entwickelt und nicht von einer Autorität bestimmt werden. © Sebastian Pähler

Pilotgruppe gesucht

Im nächsten Schritt soll eine Pilotgruppe aus der Bevölkerung zusammengestellt werden, die sich einmal im Monat trifft.

Da das Projekt aus der Basis wachsen soll, werden Menschen gesucht, die einen Querschnitt der Gemeinde abbilden. Bewerben kann sich im Grunde jeder. Hilfreich wäre etwa die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, um deren Interessen einzubringen oder Entscheidungsgewalt, um Beschlüsse auch durchsetzen zu können. Aber auch Kreative, Kenner des Katharinentreffs oder sogar Außenstehende könnten zu der Pilotgruppe etwas beitragen.

Bewerbungen mit einer kurzen Begründung nimmt Janfelix Müller bis zum 10. Februar unter Tel.: 02303 9427240 oder per Mail an janfelix.mueller@kirche-unna.de entgegen.

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