Über 70 Jahre altes Jungunternehmen liefert auch mehr Komfort fürs Homeoffice

dzUnnalieferts.de

Die Corona-Krise trifft die Firma Buschkamp im Neuanfang. Doch mit den Einschränkungen kann das Unternehmen umgehen und liefern sowie reparieren, was gebraucht wird für Schule und Büro – beides auch zuhause.

Unna

, 08.04.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit fünf Mitarbeitern ist Torsten Apelt damit beschäftigt, das Geschäft eines Unnaer Traditionsunternehmens neu aufzubauen. Die Bürofirma Buschkamp hat mit dem Neuanfang begonnen. Ausgerechnet jetzt kommt die Corona-Krise denkbar ungelegen. Doch der Betrieb funktioniert.

Neustart nach 74 Jahren

Als Händler und Servicebetrieb für Büroartikel gibt es Buschkamp seit fast 75 Jahren in Unna. Anfang dieses Jahres haben Petra und Torsten Apelt die Firma an der Massener Straße 147 aus der Insolvenz übernommen. Das Unternehmerpaar ist seit zwölf Jahren in Dortmund aktiv mit dem „Kartuschenkönig“. Jetzt wollen Apelts Buschkamp wieder groß machen.

Firmenportal

Was Unna alles liefern kann

Die Firma Buschkamp gehört zu den inzwischen über 70 Unternehmen aus Unna, die auf der neuen Internetseite unnalieferts.de aufgelistet sind. Wer hat wann geöffnet? Gibt es einen Liefer- oder Abholservice? Diese und viele andere Fragen beantwortet die Seite.

Gewerbliche und private Kunden

Buschkamp hat Kunden im Kreis Unna und auch darüber hinaus. Arztpraxen und Rechtsanwaltsbüros beispielsweise werden mit Büromaschinen wie Druckern oder Kopiergeräten beliefert. Und Service gehört dazu. Neben gewerblichen sind es auch Privatkunden, die ihr Heimbüro einrichten, Verbrauchsmaterial oder Schulartikel kaufen. Die Konkurrenz des Onlinehandels ist nicht von der Hand zu weisen. „Aber die meisten wollen auch Beratung“, sagt Uwe Lehmann, der neue Vertriebsleiter.

Torsten Apelt sitzt in einem Service-Lieferwagen, mit dem er und seine Mitarbeiter Kunden besuchen.

Torsten Apelt sitzt in einem Service-Lieferwagen, mit dem er und seine Mitarbeiter Kunden besuchen. © Raulf

Firma soll wachsen

„Das Ziel ist Wachstum“, sagt Torsten Apelt. Er will Vertrieb und Service auch für Telefon und PC aufbauen. Sukzessive sollen mehr Mitarbeiter eingestellt werden, die Firma will demnächst auch im technischen und im kaufmännischen Bereich ausbilden. Seit März allerdings ist er etwas vorsichtiger, was Wachstum angeht. Corona ist spürbar. „Das Telefon ist natürlich ruhiger.“

Arbeiten kann das Buschkamp-Team im Grunde uneingeschränkt. In dem weitläufigen Geschäft können Abstandsregeln eingehalten werden, und der Außendienst kann zu den Kunden fahren.

Einiges an Kommunikation wird aber auch in den digitalen Raum verlagert. „Als Vertriebler möchte ich natürlich gerne raus“, sagt Lehmann. Aber viele Gespräche führe er nun beispielsweise über Skype.

Anfragen für das Homeoffice

Dass viele Menschen nun im Homeoffice arbeiten, ist auch bei Buschkamp spürbar: an Kundenanfragen. In vielen Haushalten steigt derzeit der Verbrauch an Druckerpatronen, weil Schulaufgaben ausgedruckt werden. Der eine oder andere fragt nach einem Headset, um daheim komfortabler telefonieren zu können. Auch Bürostühle werden angeschafft. „Nach 14 Tagen auf dem Küchenstuhl tut schon mal der Hintern weh“, sagt Torsten Apelt.

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