Trotz aller Probleme: Kinder als Artisten beim Zirkusprojekt der Jugendkunstschule

dzHerbstferien

Mit Flickflacks, Salti und Akrobatik wurden die Herbstferien für acht Kinder an der Jugendkunstschule zum Zirkusspektakel. Dabei hätte es das Projekt in diesem Jahr beinahe nicht gegeben.

von Sebastian Pähler

Königsborn

, 27.10.2019, 12:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ohne Abschlussaufführung, aber dafür nicht minder bewegt und gekonnt lernten Jungen und Mädchen an der Jugendkunstschule in den den letzten Tagen der Herbstferien das Leben eines Zirkusartisten.

Eigentlich wollte Kursleiterin Andrea Kruck schon in den Osterferien ihr Zirkusprojekt an der Jugendkunstschule durchführen, gehört das Projekt doch zum festen Bestandteil des Ferienprogramms der JKS. „Aber dann kam der Brandanschlag“, erinnerte sich die Kursleiterin. Damals hatten Brandstifter am Cafè Bistro und der JKS Feuer gelegt. Die Schäden an der Jugendkunstschule hielten sich zwar in Grenzen, aber „die Rauchentwicklung war so groß, dass wir das Projekt hier nicht machen konnten“.

Fast hätte das Projekt komplett ausfallen müssen

Also wurde der Zirkusunterricht auf die Herbstferien verschoben. „Und dann kam Eurowings“, stellte Kruck resignierend fest. Sie war am Flughafen gestrandet und kam nicht rechtzeitig nach Unna zurück. Als sie es schließlich geschafft hatte, blieben noch wenige Tage für as Projekt. Also griff Andrea Kruck zum Telefon und benachrichtige die interessierten Kinder. Zwar stand fest, dass es eine Aufführung 2019 nicht geben würde, aber ihre Erfahrungen als Zirkustrainerin weitergeben wollte sie dennoch.

Trotz aller Probleme: Kinder als Artisten beim Zirkusprojekt der Jugendkunstschule

Mit verschiedenen Hilfsmitteln zeigte Andrea Kruck (r.) den Kindern, wie sie einen Flickflack schaffen können. © Marcel Drawe

Clownerie, Artistik und Zauberei kennengelernt

Von Donnerstag bis Samstag kamen die Teilnehmer des Zirkusprojektes zusammen, um verschiedene Kunststücke und Techniken zu lernen. „Ich wollte immer schon mal sehen, wie es ist, im Zirkus mitzumachen“, berichtete Merle. „Ich mag es, wenn man was vorführt und das schön aussieht“, erklärte die Neunjährige.

So lernten die kleinen Artisten etwa, Räder zu schlagen und Flickflacks zu machen. Es wurde mit Tüchern und Ringen jongliert und besonders spektakuläre Kunststücke am Vertikaltuch und am Luftring geprobt. Dabei waren Vorkenntnisse kein Muss, aber sie halfen schon, wie etwa bei der zehnjährigen Marika, die schon seit Längerem turnt. „Ich mag den Zirkus, weil beim Turnen benutzen wir immer ganz feste Geräte, hier kann man mehr ausprobieren“, berichtete sie.

Trotz aller Probleme: Kinder als Artisten beim Zirkusprojekt der Jugendkunstschule

Ein Spagat an den Ringen: Solche Kunststücke lernten die Kinder beim Zirkusprojekt. © Marcel Drawe

Jeder konnte bei dem Kurs seine Talente entdecken und sich ausprobieren. „Das schöne ist, das man nicht furchtbar sportlich sein muss“, erzählt Andrea Kruck zu den Voraussetzungen der Teilnehmer. „Wer nicht am Ring turnen kann, der hat vielleicht ein Talent zum Jonglieren oder als Clown oder Zauberer“. So hatten die Kinder doch noch ihren Zirkusspaß.

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