Trockene Stadtbäume: Bürger wollen gerne gießen, können es aber oft nicht

dzTrockenheit

Reihenweise vertrocknen gerade in Unna Stadtbäume: Diese Nachricht zu Beginn der Woche lässt viele Bürger zur Gießkanne greifen. Doch nicht immer kommt das Wasser dort an, wo es gebraucht wird.

Unna

, 29.08.2019, 09:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die beiden Linden bräuchten dringend Wasser, das ist deutlich zu sehen. Doch als eine Anwohnerin ihre Gießkanne befüllt, um den Bäumen zu helfen, muss sie feststellen: Dass Wasser kommt gar nicht dort an, wo es hin soll. Anstatt im Boden rings um den Baumstamm zu versickern, läuft das kostbare Nass an der Oberfläche des Rasens in Richtung Rinnstein und versickert in der Kanalisation. So geschehen am Anfang dieser Woche an der Mozartstraße.

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Der Boden rund um die Baumstämme ist so trocken und hart, dass er gar kein Wasser aufnehmen kann. „Die Grünfläche, auf der die Bäume stehen, ist völlig hart, da läuft nichts hinein“, schildert die Anwohnerin die Situation. Sie wollte den offensichtlich durstigen Linden an ihrer Straße etwas Gutes tun, nachdem sie gelesen hatte, dass die Stadtbäume in Unna gerade reihenweise vertrocknen, weil ihnen das Wasser fehlt. Die Erde mit einem Spaten auflockern - das hält sie für unmöglich. „Da müsste bestimmt schweres Gerät ran“, mutmaßt sie.

Viele Stadtbäume leiden auch darunter, dass sie kaum Fläche für ihre Wurzeln zur Verfügung haben. Oftmals sind die vorgesehenen Baumscheiben, auf denen die Bäume gepflanzt wurden, viel zu klein und ringsherum ist die Fläche versiegelt - genügend Wasser aus dem Boden ziehen können die Bäume so nicht.

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