Transparenz in der Eishallenplanung könnte immer noch vor der WBU-Tür enden

dzEissporthalle

Für die Zukunft der Eissporthalle wird die Forderung nach einer transparenten Diskussion und Planung mit Beteiligung der Bürger immer lauter. Die Rolle der WBU aber könnte zu einem Streitthema werden.

Unna

, 03.06.2019, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein „Bürgerdialog“ soll eingeleitet werden, um die Zukunft der Eissporthalle zu planen. So fordert es die SPD in Person des Stadtverbandsvorsitzenden Sebastian Laaser. „Transparente Entscheidungsprozesse“ seien nötig „angesichts der finanziellen Dimension des Votums“ zum Erhalt der Eissporthalle, so Laaser weiter. Ähnlich hatten sich zuvor schon CDU- und FLU-Fraktion geäußert. Transparenz verbinden diese Fraktionen aber auch mit einer klaren Antwort auf die Frage der Eigentumsverhältnisse. Geht es nach FLU und CDU, wird die Eissporthalle von den Wirtschaftsbetrieben (WBU) in den städtischen Haushalt überführt. Entscheidungen der WBU werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten und gefällt. SPD-Chef Laaser äußert sich an dieser Stelle nicht so eindeutig: Ob es für einen transparenten Planungsprozess „auch notwendig ist, die Eigentumsverhältnisse zu ändern und die Eishalle aus dem Verantwortungsbereich der Wirtschaftsbetriebe Unna zu lösen und in städtischen Besitz zu überführen, sollte in den kommenden Tagen sorgfältig abgewogen werden“, heißt es in seiner Pressemitteilung.

Mehrere Veranstaltungen mit Bürgern

Fest steht für Laaser hingegen: „Zum Nulltarif wird man die Eishalle nicht erhalten können.“ Alle Bürger seien von den nun anstehenden Planungen betroffen, da diese erhebliche Auswirkungen auf den städtischen Haushalt hätten. „Auch unbequeme Entscheidungen werden anstehen. Dabei wird es viele Fragen, viele Ideen und viele Diskussionen geben“, so Laaser. Diese Diskussionen gehörten für die Stadt in einen aktiven Bürgerdialog. Der Beteiligungsprozess solle so früh wie möglich beginnen, „möglichst alle Altersgruppen einbeziehen und von Bürgermeister Werner Kolter geleitet werden“. Es seien mehrere Veranstaltungen denkbar, eventuell auch zu einzelnen Themenfeldern. „Dabei darf es nicht nur frontale Information und einen Austausch mit Politik und Verwaltung geben. Die Anwesenden sollen untereinander ins Gespräch kommen“, erklärt Laaser. Und: „Wir brauchen diesen Bürgerdialog, weil sich vieles eben nicht am sprichwörtlichen grünen Tisch entscheiden lässt.“

Am Donnerstag Thema im Rat

Auf die Bühne der Öffentlichkeit kommt das Thema Eissporthalle wieder am Donnerstag dieser Woche. Für 18 Uhr ist eine Sitzung des Stadtrats anberaumt. Er muss das Ergebnis des Bürgerentscheids offiziell feststellen. Dieser Vorgang dürfte eine Formalität bleiben. Womöglich wird die Sitzung des Hauptausschusses (ab 17 Uhr) interessanter: Der FLU-Antrag zur Eishalle steht auf der Tagesordnung.

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