Tödlicher Unfall auf der A44 bei Unna

dzPolizei

Nach zwei schweren Unfällen gibt es bis in die Nacht auf Mittwoch Beeinträchtigungen für den Verkehr auf der Autobahn 44. Einer der beteiligten Autofahrer hat am Dienstagmorgen sein Leben verloren.

Unna

, 17.11.2020, 10:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Aufprall auf ein Stauende hat ein Autofahrer am Dienstagmorgen sein Leben verloren. Polizei und Rettungskräfte hatten mit zwei Unfällen zu tun, die zwar zwei Stunden und fünf Kilometer auseinander lagen, aber doch in einem folgenschweren Zusammenhang standen.

Gegen 7.10 Uhr am Dienstagmorgen hatte ein Lkw-Fahrer bei der Fahrt in Richtung Dortmund die Kontrolle über sein Gespann verloren. Der Lastzug war nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und auf dem Grünstreifen zur Seite gekippt. Der Fahrer musste zwar aus seinem Fahrzeug befreit werden, blieb aber nach Auskünften der Polizei in Dortmund unverletzt.

Auslösend für den Stau auf der A44 bei Unna, an dessen Ende es zum tödlichen Unfall kam, war die Havarie dieses Lastwagens zwei Stunden zu vor. Der Fahrer des Lastzuges musste aus seinem Fahrzeug befreit werden, ist aber laut Polizei nicht verletzt worden.

Auslösend für den Stau, an dessen Ende es zum tödlichen Unfall kam, war die Havarie dieses Lastwagens zwei Stunden zu vor. Der Fahrer des Lastzuges musste aus seinem Fahrzeug befreit werden, ist aber laut Polizei nicht verletzt worden. © Michael Neumann

Durch den Unfall und die Unfallaufnahme bildete sich ein Stau mit bis zu fünf Kilometern Länge. Zwei Stunden nach der Havarie des Lastwagens kam es am Stauende zu einem weiteren Unfall mit tödlichem Ausgang. Der Fahrer eines Autos mit Anhänger war offenbar mit hoher Geschwindigkeit auf einen Lastwagen aufgeprallt. Der Anhänger dieses Lastwagens drang dabei tief in den Fahrgastraum des Autos aus dem Kreis Soest ein.

Staus auch auf der B1 bei Unna

Für die Arbeiten an dieser Unfallstelle wurde die A44 in Richtung Dortmund danach voll gesperrt. Etwa dreieinhalb Stunden lang leitete die Polizei den Verkehr schon am Autobahnkreuz Werl ab. Anderen Fahrern wurde empfohlen, diesen Bereich weiträumig zu umgehen. Doch wie so oft bei Unfällen auf der A44 waren die Ausweichrouten überlastet. Die Datenverarbeitung der Verkehrszentrale NRW ermittelte bis zu 30 Minuten Verzögerung bei der Fahrt über die B1 bei Unna.

Wer auf die B1 auswich, brauchte für die Fahrt an Unna vorbei immer noch bic zu 30 Minuten mehr als an normalen Tagen. Dieses Bild zeigt die Schlange des Verkehrs bei Westhemmerde.

Wer auf die B1 auswich, brauchte für die Fahrt an Unna vorbei immer noch bis zu 30 Minuten mehr als an normalen Tagen. Dieses Bild zeigt die Schlange des Verkehrs bei Westhemmerde. © Michael Neumann

Lkw-Bergung in der Nacht auf Mittwoch

Die Freigabe des Verkehrs auf der A44 gegen Mittag war zunächst ein Provisorium. Denn die Bergung des Lastwagens, dessen Havarie den verhängnisvollen Stau verursacht hatte, gelang angesichts der weiteren Entwicklung zunächst nicht.

So entschieden sich die Einsatzkräfte, den Verkehr zunächst wieder freizugeben, auf dass er die Unfallstelle dieses Lastwagens nahe Ostbüren in einer einspurigen Engstelle umfahren könne. Ein weiterer Bergungsversuch sollte danach in der verkehrsschwachen Zeit nachts erfolgen. Angekündigt wurde er für das Zeitfenster ab 23 Uhr am späten Dienstagabend.

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