Tierschutz in Unna

Tierschützer: „Tiere bitte nicht einfach aussetzen, wir helfen doch gern“

Wer sein Tier – aus welchem Grund auch immer – abgeben möchte, sollte ein paar Dinge beherzigen, so macht er es seinem Tier oder aber auch den Helfern und zukünftigen neuen Haltern nicht unnötig schwer.
So bitte nicht. Kater Simba ist einfach in einer Transportkiste vor der Tierstation abgestellt worden. Mehr als den hingekritzelten Namen, wissen die Tierschützer nicht über den Kater. © TSV

Eine Katze, wie Kater Simba, einfach in eine Transportkiste stecken, gerade noch den Namen draufkritzeln und dann nachts vor der Tierstation abstellen: Das geht gar nicht. „Wir wissen ja überhaupt nichts über das Tier, können bei einem Kater gerade noch erkennen, ob er kastriert ist, aber das war es dann auch schon“, sagt Ellen Heckmann.

Sie kümmert sich als Ehrenamtliche beim Tierschutzverein Unna um ausgesetzte Tiere. „Wer seinem Tier vielleicht als letzte Geste des guten Willens noch etwas Gutes tun will, der ruft vorher bei uns an, wenn das Tier abgegeben werden soll.“ Dann könne man im Gespräch wichtige Eckdaten abfragen, wie etwa das Alter, den Impfstatus oder den allgemeinen Gesundheitszustand. Vielleicht braucht das Tier besonderes Futter oder Medikamente, hat Unverträglichkeiten oder eine Allergie. „Das sind alles wertvolle Informationen, die es auch leichter machen, das Tier weiter zu vermitteln“, so Heckmann. „Wir helfen ja gern.“

In der Tierstation finden dann ausgesetzte, kranke, nicht mehr gewünschte Tiere und Opfer von Tierquälerei eine vorläufige Heimat. Von dort aus werden die Tiere in ein gutes Zuhause vermittelt. Da sich die Tierrettungsstation wird ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen und Spenden unterhalten und hilft so manchem vom Schicksal benachteiligten Mitgeschöpf, nach erlittenem Leid doch noch zu einem schmerzfreien und schönen Leben.

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