Am Teich verscharrt: Kinder (14) finden übel zugerichteten Hundekadaver in Massen

dzToter Hund

Das Bild war schrecklich: Ein toter Hund, übel zugerichtet, eingewickelt in ein Tuch und notdürftig verscharrt. Die Kinder dachten an Tierquälerei – und informierten das Ordnungsamt.

Unna

, 01.04.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für die beiden Tierfreunde war es ein Schock: Die beiden 14-jährigen Jungs haben am Montag an einem Teich in Massen einen übel zugerichteten Hundekadaver gefunden – eingewickelt in ein Tuch und notdürftig verscharrt, Eingeweide klafften aus einer großen Wunde am toten Hundekörper.

Kinder fordern harte Bestrafung für Tierquäler

Ein nur schwer zu ertragender Anblick für die beiden Teenager, die selbst einen Hund in ihrer Familie haben. Deshalb zögerten sie auch keine Sekunde, die Behörden einzuschalten – und sich am Dienstagabend auch an diese Redaktion zu wenden. Tierquäler müssten schließlich hart bestraft werden, forderten die beiden Jungs, die auch am Tag nach dem schrecklichen Fund noch an dem abstoßenden Bild zu knacken hatten.

Ordnungsamt geht nicht von Misshandlung aus

Die Stadt Unna bestätigte auf Nachfrage, dass das Ordnungsamt involviert gewesen ist. Die Mitarbeiter gingen demnach allerdings nicht von einer Misshandlung beziehungsweise Tierquälerei aus.

Vielmehr habe das Bild vor Ort dafür gesprochen, dass jemand sein verendetes Haustier dort begraben und ein anderes Tier den Kadaver wieder ausgegraben und sich daran vergangen hat. Gemessen an der Verwesung müsse der Hund schon länger dort begraben gewesen sein, teilte die Stadtverwaltung mit. Demnach haben die Stadtbetriebe den Kadaver entsorgt, Anzeige wegen möglicherweise in Betracht kommender Delikte wurde nicht erstattet.

Tiere dürfen nicht einfach wild begraben werden

Auch, wenn das Tier ohne Gewalteinwirkung zu Tode gekommen ist: Begraben dürfen Tierbesitzer tote Tiere nicht. Sie „müssen so entsorgt werden, dass Krankheitserreger oder Giftstoffe weder Menschen, Tier noch die Umwelt gefährden“, heißt es dazu auf der Internetseite der Kreisverwaltung. Hunde und Katzen können auch auf zugelassenen Tierfriedhöfen bestattet oder in zugelassenen Tierkrematorien eingeäschert werden.

Einzelne Haustiere dürfen den Angaben der Kreisverwaltung zufolge übrigens auch auf dem eigenen Grundstück begraben werden – jedenfalls dann, wenn das Tiergrab eine Mindesttiefe von 50 Zentimetern aufweist und das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt.

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