Tierhalter in Angst vor unbekannten Tätern

dzDroh-Mails, Gift, Schusswaffen

Gewalt gegen Tiere oder die Androhung: kein Einzelfall. Nicht nur im ländlichen Unnaer Osten gab es in der Vergangenheit schon mehrere Vorfälle.

Kreis Unna

, 11.10.2018, 16:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Fall der verschwundenen Katzen in Unna-Lünern ruft eine Geschichte in Erinnerung, die sich vor Kurzem erst ganz in der Nähe zugetragen hat. Eine Tierärztin aus Lünern berichtete von einer Droh-E-Mail, die sich gegen ihre Hunde richtete. Die Wachhunde bellen ab und zu, wenn sich Fremde dem Grundstück nähern, und irgendeinem Passanten oder Anwohner aus dem Umfeld scheint das nicht zu passen. Mit einer anonymen E-Mail drohte er der Halterin, einem ihrer Hunde „das Maul zu stopfen“. Auch in diesem Fall erstattete die Betroffene Anzeige bei der Polizei. Bisher hat es keine Ergebnisse gegeben. Und auch in diesem Fall hinterlässt der Vorfall aus dem Mai 2018 ein Gefühl der Sorge und Verunsicherung.

Jäger waren 2011 unter Verdacht

Und manchmal sind es auch Menschen mit Schusswaffen, die Haustiere attackieren. So wurde im Jahr 2011 im Naturschutzgebiet bei Unna-Mühlhausen eine Katze angeschossen. Der Verdacht fiel auf Jäger. Die heimische Jägerschaft, die das Vergehen sehr ernst nahm, recherchierte auch in den eigenen Reihen und schloss aus, dass der Schütze aus dem Raum Unna war. Zwei Jahre später wurde in Unna-Königsborn ein Kater angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Der Täter hatte offenbar ein Luftgewehr eingesetzt.

Kater „Rocky„ 2017 vergiftet

Im Jahr 2017 traf es Kater „Rocky“ aus Kamen-Heeren. Das Familientier starb an einer Vergiftung, da waren die Halter sicher. Von einer Tierärztin ließen sie es sich bestätigen. Und sie berichteten von mehreren ähnlichen Vorfällen in ihrem Umfeld. Im Jahr 2016 seien vier Katzen verendet, die Symptome von Vergiftung gehabt hätten. Es stecke jemand dahinter, der die Katzen absichtlich umbringen wolle, so lautete seinerzeit die Vermutung des Familienvaters.

Vor allem gegen Hunde richten sich offenbar Giftköder, die immer wieder gefunden werden. Entsprechende Warnungen machen in Kreisen von Tierfreunden, etwa in sozialen Netzwerken, regelmäßig die Runde.

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