Textilkette Sinn eröffnet in Unna am 19. März – aber nur für Stammkunden

dzEinzelhandel

70.000 Kleidungsstücke von über 60 Marken warten auf die ersten Kunden: Die Textilkette Sinn eröffnet am 19. März ihre neue Filiale in Unna. Zunächst sind jedoch nur Stammkunden willkommen.

Unna

, 25.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stammkunden bei einer Neueröffnung? Das klingt seltsam, kann ein neues Geschäft doch eigentlich noch keine Stammkunden haben. Doch Sinns neue Filiale in Unna liegt für das Unternehmen strategisch so günstig, dass es bereits viele Kunden aus anderen Filialen zum Beispiel in Menden, Hagen oder in Bochum gibt, die eine „Fashioncard“ haben und damit als Stammkunden geführt werden.

Von rund 25.000 Stammkunden spricht Verkaufsleiter Ullrich Nellesen, die es gebe in dem Gebiet, das Sinn Unna anspricht. Und bis zum 19. März sollen es noch mehr werden.

Denn auch wenn das Gebäude, in dem sich bis Jahresende 2019 eine Filiale von Peek & Cloppenburg befand, derzeit noch eine Baustelle ist, können Shopping-Fans schon jetzt zu Kunden von Sinn werden.

„Seit dem 1. Februar sind wir mit einem Team vor Ort, das Kunden im Eingangsbereich empfängt, Fragen beantwortet und auf die Fashioncard und die App aufmerksam macht“, sagt Geschäftsleiter Lutz Hockemeyer.

Noch sieht es hier nach Baustelle aus, doch am 19. März sollen hier über 70.000 Kleidungsstücke angeboten werden. Sinn hat die Verkaufsfläche um 180 Quadratmeter erweitert.

Noch sieht es hier nach Baustelle aus, doch am 19. März sollen hier über 70.000 Kleidungsstücke angeboten werden. Sinn hat die Verkaufsfläche um 180 Quadratmeter erweitert. © Borys Sarad

350 neue „Stammkunden“ hat das Unternehmen auf diese Weise bereits in Unna gewonnen – ohne dass das eigentliche Geschäft bereits eröffnet hat. Das soll am 19. März passieren. Bei dem für diesen Tag angesetzten sogenannten „Pre-Opening“ sind ausschließlich die Stammkunden, also die Inhaber der Fashioncard oder der App, eingeladen, die neue Sinn-Filiale in Unna zu erkunden und die ersten Einkäufe zu tätigen. Wer kein Stammkunde ist, darf erst einen Tag später zur offiziellen Eröffnung am 20. März ins Haus.

„Die Unnaer zeigen großes Interesse an unserem Haus. Viele fragen uns, welche Marken wir führen werden, wie das Gebäude umgebaut wird und wo sich welche Abteilungen befinden werden“, zieht Hockemeyer eine durchweg positive Bilanz der ersten drei Wochen, in denen seine Mitarbeiter nun bereits vor Ort sind.

Im Erdgeschoss wird Sinn ausschließlich Damenoberbekleidung anbieten.

Im Erdgeschoss wird Sinn ausschließlich Damenoberbekleidung anbieten. © Borys Sarad

„Die Unnaer zeigen großes Interesse an unserem Haus. .“
Lutz Hockemeyer, Geschäftsleiter Sinn Unna

Auf 3000 Quadratmetern will Sinn künftig über 60 Marken anbieten. Einen großen Bereich – rund 300 Quadratmeter – nimmt eine Wäscheabteilung im Obergeschoss ein. „Das ist ein Unterschied zu unserem Vorgänger an dieser Stelle“, betont Ullrich Nellesen. Das gesamte Erdgeschoss ist „DOB“ und damit dem umsatzstärksten Bereich gewidmet: Hinter der Abkürzung verbirgt sich die „Damenoberbekleidung“.

„Frauen sind schon die Zielgruppe mit dem stärksten Umsatz“, sagt Lutz Hockemeyer, „aber natürlich nicht die einzige, die wir im Blick haben.“ Eine Kinderabteilung und eine für große Größen wird es bei Sinn in Unna aber nicht geben.

Die Führungsmannschaft von Sinn in Unna freut sich bereits auf die Eröffnung am 19. und 20. März.

Die Führungsmannschaft von Sinn in Unna freut sich bereits auf die Eröffnung am 19. und 20. März. © Borys Sarad

„Wir wollen uns aktiv in die Stadt einbringen, deswegen haben wir früh den Kontakt zum City-Werbering gesucht. “
LUTZ HOCKEMEYER, GESCHÄFTSLEITER SINN UNNA

Im Zuge des Umbaus hat Sinn 180 Quadratmeter ehemalige Lagerfläche zur Verkaufsfläche umgewandelt. „Wir versuchen unsere Ware so einzusteuern, dass sie nicht ins Lager muss“, erklärt Ullrich Nellesen, wieso auf große Lagerflächen verzichtet werden kann.

Nicht verzichten möchte Sinn aber offenbar auf einen guten Kontakt zur Stadt und zu den Mitbewerbern. „Wir haben schon Antrittsbesuche gemacht, waren beim City-Werbering, bei Martin Bick und bei Schnückel“, verrät Lutz Hockemeyer, dass er sich nicht nur beim Wirtschaftsförderer der Stadt Unna vorgestellt hat, sondern auch beim direkten Konkurrenten Schnückel.

„Wir wollen uns aktiv in die Stadt einbringen, deswegen haben wir früh den Kontakt zum City-Werbering gesucht. Natürlich wollen wir uns an den dort geplanten Aktionen für Unna beteiligen“, so Hockemeyer. Auch bei den Öffnungszeiten habe man sich an denen der Mitbewerber orientiert: Von 9.30 bis 19 Uhr hat Sinn künftig geöffnet.

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