Seit einer Woche kann in der Hellweg-Sporthalle II eine Fläche aus synthetischen Eisplatten getestet werden. Freizeit- und Profisportler haben dies schon ausgiebig genutzt. © Udo Hennes
Eishalle Unna

Testphase verlängert: Schon 400 Eisläufer waren auf dem Synthetik-Eis unterwegs

Die Möglichkeit, die synthetische Eisfläche in den Hellweg-Sporthallen zu testen, ist bis Samstag verlängert worden. Der KJEC zieht eine positive Zwischenbilanz des Versuchs.

Synthetische Platten, auf denen es sich Eislaufen lässt: Diese Option für die Sommermonate in der Eishalle Unna kann seit einer Woche in der Hellweg-Sporthalle II getestet werden. Der Königsborner Jugendeishockey-Club (KJEC) hatte den Aufbau der Platten für eine Testphase organisiert – und zieht eine positive Zwischenbilanz.

„Es klappt sehr gut, die Leute ziehen alle mit und halten sich an unser Hygienekonzept“, erzählt Rebeka Skurak, die für den KJEC die Terminvergabe koordiniert. Keine Massenansammlungen, sondern gezielte Besuche mit FFP2-Maske, um in einem 15-Minuten-Zeitfenster die Eisfläche in einer 5er-Gruppe testen zu können: Das hat offenbar auch die Stadtverwaltung überzeugt, denn die Testphase wurde um drei Tage verlängert. Noch bis einschließlich Samstag kann das Laufen auf Synthetik-Eis ausprobiert werden – weiterhin natürlich nur mit Termin.

„Das Interesse an unserer Idee ist definitiv da.“

Axel Schwarzfeller, Geschäftsführer KJEC, über die Kommunikation mit der Stadtverwaltung Unna

„Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung läuft wirklich super“, freut sich Axel Schwarzfeller. Der Geschäftsführer des KJEC legte der Stadtverwaltung zu Beginn der Woche eine erste Zwischenbilanz vor und lud Bürgermeister Dirk Wigant ein, erneut vorbeizuschauen – was dieser zusammen mit der für Sport zuständigen Beigeordneten Kerstin Heidler auch tat. „Das Interesse an unserer Idee ist definitiv da“, ist Schwarzfeller überzeugt.

Test verlängert

Termine vorher vereinbaren

  • Die Möglichkeit, die synthetische Eisfläche zu testen, wurde bis einschließlich Samstag, 27. Februar, verlängert. Am Freitag, 26. Februar, kann in der Zeit von 14 bis 19 Uhr getestet werden; am Samstag von 12.30 bis 18 Uhr.
  • Ein Test ist nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung für einen Termin möglich. Die Anmeldung ist möglich bei Rebeka Skurak unter (0151) 50650785.
  • Es dürfen jeweils fünf Personen gleichzeitig auf die Testfläche. Die Test-Zeit pro Gruppe beträgt 15 Minuten.
  • Während des gesamten Aufenthalts – auch auf der Fläche – in den Hellweg-Sporthallen ist eine FFP2-Maske zu tragen. Vor Ort muss zudem ein Kontaktformular zur evtl. Nachverfolgung ausgefüllt werden.
  • Es findet kein Verleih von Equipment statt; Schlittschuhe müssen selbst mitgebracht werden.

Das zeige sich auch bei den gut 400 Besuchern, die die Synthetik-Eisfläche bisher getestet haben. „Die Freizeitläufer finden es vor allem gut, dass es nicht sofort so schnell ist, sondern dass es einige Zeit braucht, bis die Kufen warm sind und man dadurch auf der Oberfläche schneller wird“, hat Rebeka Skurak Rückmeldungen vor allem von Eislauf-Anfängern bekommen. Für den KJEC eine wichtige Information, denn der Verein überlegt, die Synthetik-Platten auch in Schulen zu nutzen, um Kindern das Eislaufen beizubringen.

Platten sind für Taktik-Training im Sommer gut geeignet

Auch die „Profis“ könnten dem ungewohnten Untergrund etwas abgewinnen, sagt Axel Schwarzfeller. „Das Material ist ideal, um darauf Ausdauer- und Krafttraining zu machen. Auch Taktik-Training wäre darauf im Sommer möglich. Und das Synthetik-Material schult die Lauftechnik: Du bist gezwungen, ganz korrekt zu laufen“, erzählt Schwarzfeller von den Reaktionen der Eissportler, die bisher zum Testen da waren.

Im April entscheidet die Politik über das weitere Vorgehen zur Eishalle. Der KJEC möchte sie gerne betreiben – und dann das Synthetik-Eis als Ergänzung zum „echten“ Eis im Winter nutzen. Die Testphase scheint dieser Idee Aufwind zu geben.

Über die Autorin
Redaktion Unna
Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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Anna Gemünd
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