Kein Tempolimit vor dem Ernst-Barlach-Gymnasium: Das sagt der Schulleiter dazu

dzIserlohner Straße

Schlecht beleuchtet, viele Radfahrer, zwei Wege für Schülerströme: Die Verkehrssituation an der Iserlohner Straße ist unübersichtlich. Tempo 30 würde die Sicherheit erhöhen, meint der Schulleiter.

Unna

, 14.09.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tempo 30 für die Iserlohner Straße in Höhe des Ernst-Barlach-Gymnasiums (EBG) erscheint chancenlos. Die SPD hatte das beantragt, um die Sicherheit insbesondere für Schüler zu erhöhen. „Ich habe diesen Antrag unterstützt“, sagt Ulrich Schmitz, Schulleiter des EBG.

Die Schule hat ihren Eingang nicht zur Iserlohner Straße, sondern zu einer Nebenstraße. Deswegen gibt es nach Einschätzung der Behörden keine Möglichkeit, Tempo 30 anzuordnen. Für die Schülerverkehre rund um das Gymnasium ist die Iserlohner Straße aber von entscheidender Bedeutung.

Die Schülerströme nutzten als Zuwege die Seminar- und auch die Goethestraße, so Schmitz. Das sind schon zwei Stellen, an denen sie die Iserlohner Straße überqueren. Die Fußgängerampel dazwischen ist für die Stadt ein Argument, das gegen ein Tempolimit spricht: Schüler können sie zur sicheren Querung nutzen. Sie gehen aber erfahrungsgemäß auch an anderen Stellen über die Straße.

„Eine gefährliche Stelle“

„Hier ist Gott sei Dank noch nichts passiert“, sagt der Schulleiter. „Aber es ist ganz unbestritten eine gefährliche Stelle.“ Viele Fahrradfahrer seien in Höhe des Gymnasiums unterwegs, obendrein sei die Stelle schlecht beleuchtet. „Wenn dann noch schnell gefahren wird, wird es kritisch“, sagt Schmitz.

Er selbst komme mit dem Auto aus Richtung Iserlohn zur Schule und kenne daher auch die Lage auf dem Straßenstück südlich der B1. Dort gilt seit geraumer Zeit „Tempo 30“ – aus Lärmschutzgründen und weil die Straße dort keine Landes- sondern eine Gemeindestraße ist. Die meisten Fahrer hielten sich an diese Geschwindigkeit, so Schmitz’ Beobachtung. Und die meisten gäben ab der B1 auch nicht unbedingt Vollgas. „Aber ein zusätzliches 30-Schild würde schon helfen.“ Dass es dafür nun schlecht aussieht, sei bedauerlich, meint Schmitz.

Straßen NRW will zügigen Verkehr

Gegen das Tempolimit sprechen vor allem die Hoheitsverhältnisse: Die Straße ist eine Landesstraße, und Straßen NRW stimmt einer „30“ nicht zu. Dieses Problem gab es auch an anderen Stellen im Unnaer Straßennetz schon, als es darum ging, eine städtische Planung für den Lärmschutz umzusetzen. Straßen NRW hatte sich lange dagegen gestemmt, dann aber doch teilweise zugestimmt. Nun bleibt abzuwarten, ob die Stadt die Landesbehörde auch für die Iserlohner Straße überzeugen kann – und ob die Politik einen entsprechenden Auftrag erteilt. Bisher lautet der Beschlussvorschlag: Tempo 30 wird abgelehnt.

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