Teich im Bornekamp vor Neubau: Die letzten Fische sollen bald raus

dzBornekamp

Der beliebte Teich im Bornekamp macht keinen frischen Eindruck mehr. Doch der Neubau steht bevor. Eine Baufirma wird jetzt gesucht, und die letzten Bewohner sollen bald ausziehen.

Unna

, 22.07.2020, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den vergangenen Jahren waren besonders trockene und warme Perioden problematisch für den Ententeich im Bornekamp. Auch jetzt ist der Wasserstand wieder niedrig. Doch es ist die letzte Sorgensaison. Die Verantwortlichen wollen im August einen Auftrag für den Neubau vergeben.

Auftrag für Neubau ausgeschrieben

Die Stadtbetriebe haben das Bauprojekt inzwischen öffentlich ausgeschrieben. Bauunternehmen sollen nun Angebote abgeben. Sie setzen damit einen Beschluss um, dem eine engagierte Diskussion in Politik und Bürgerschaft vorangegangen war, Unterschriftensammlung inklusive.

Die Folie in dem einst künstlich angelegten Gewässer ist marode, kann aber nicht einfach repariert werden. Heutzutage dürfte der Bachlauf nicht mehr mit der Teichanlage gestaut werden. Daher ist ein neues Konstrukt geplant. Der Bach fließt künftig am Teich vorbei. Es gibt einen Überlauf aus dem Fließgewässer, aus dem der Teich mit Wasser versorgt wird. Zusätzlich dient der heute schon vorhandene Quellstein für die Frischwasserversorgung. Er soll vom nördlichen Teichufer auf die gegenüberliegende Seite im Süden verlegt werden.

Baustart möglichst noch in diesem Jahr

Welche Firma die Umgestaltung ausführt, werde voraussichtlich Mitte August feststehen, erklärte Frank Peters, Betriebsleiter der Stadtbetriebe, im Gespräch mit unserer Redaktion. Geplant ist, dass die Bauarbeiten in diesem Jahr noch beginnen. „Wir wollen anfangen“, sagte Peters.

Nach wie vor leben Fische im Teich, und sie haben aufgrund des niedrigen Pegels keine guten Bedingungen. Peters berichtet, dass die Wasserzufuhr durch den Quellstein in der vergangenen Woche erhöht wurde, damit mehr Frischwasser hineinströmt. Man rechne damit, dass dies ausreicht. Im vergangenen Jahr war noch eine Standleitung von Gelsenwasser zum Einsatz gekommen, weil in dem besonders warmen Sommer die Fische massenhaft zu sterben drohten.

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Der Großteil der Fische wurde dann trotzdem aus dem Wasser entnommen. Nach dem Einfangen wurden sie umgesiedelt. Die Tiere, die im vergangenen Jahr nicht gefangen werden konnten und noch immer im Wasser sind, sollen bald auch noch entnommen und in andere Gewässer gebracht werden. Und in ihren neuen Wohnquartieren sollen sie alle bleiben. Ist der Teich neu gebaut, sollen keine Fische eingesetzt werden, sagte Peters. Der Plan ist, dass in das neue Gewässer demnächst möglichst wenig Schmutz- und Nährstoffe gelangen.

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