Wie das „Sumak“ mit gesundem Superfood zu Weihnachten die Unnaer lockt

dzGastronomie

Leichte Gerichte, die jede Menge Vitamine enthalten? Das klingt nicht nach typischem Weihnachtsessen. Doch das, was es bald im Restaurant „Sumak“ geben wird, ist typische Vorweihnachtsküche - auf syrisch.

Unna

, 07.10.2019, 15:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst kam Chia, dann Quinoa: Unter dem Begriff „Superfood“ tauchten in den vergangenen Jahren immer mehr Lebensmittel (neu) auf, deren Verzehr jede Menge Gesundheitsvorteile mit sich bringen sollte. Neuester Trend: Freekeh.

Das grüne Getreide aus dem Nahen Osten gilt als ballaststoffreiches Lebensmittel, enthält viel Eisen und Zink - und hält lange satt. Genau die richtigen Voraussetzungen, um als Zutat in die spezielle Weihnachtsküche des Restaurants „Sumak“ zu wandern.

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„Die Menschen in Unna sind sehr neugierig auf unsere Esskultur.“
Hassam al Khawam

Vor einem Jahr öffneten die Brüder Hassan und Ahmed al Khawam ihr Restaurant an der Flügelstraße - Unnas erstes syrisches Restaurant. Jetzt wollen die beiden den Unnaern auch die typische vorweihnachtliche Küche des Nahen Ostens nahe bringen. Und dazu braucht es vor allem Freekeh. Auf den ersten Blick sieht das Getreide sehr unscheinbar aus: Kleine Getreidekörner, die man garen, rösten oder braten kann.

Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied: „Freekeh wird geerntet, bevor es reif ist, deswegen sind die Körner auch grün“, erklärt Hassam al Khawam. Durch das frühe Ernten sind auch besonders viele gesunde Inhaltsstoffe in Freekeh enthalten. „Tatsächlich ist es sogar gesünder als Quinoa“, sagt Hassam al Khawam. Sein Bruder Ahmed wird das Getreide ab Dezember täglich verwenden, um den Gästen des „Sumak“ jene Mahlzeiten zu kredenzen, die Familien in Syrien, im Libanon oder auch in Pakistan vor Weihnachten essen.

Wie das „Sumak“ mit gesundem Superfood zu Weihnachten die Unnaer lockt

Das „Superfood“ Freekeh lässt sich beispielsweise als Füllung für Teigtaschen verwenden. © Anna Gemünd

„Die Menschen in Unna sind sehr neugierig auf unser Essen und auch auf unsere Art zu essen, das haben wir in den vergangenen zwölf Monaten gemerkt“, sagt Hassam al Khawam. Mit der Weihnachtsküche, die sich den ganzen Dezember über auf der Speisekarte finden wird, gehen die beiden syrischen Brüder den nächsten Schritt. „Die deutsche Esskultur ist eine ganz andere als die, die wir in unserem Restaurant leben. Das macht es sehr spannend und bietet für uns viel Potenzial.“

Wie das „Sumak“ mit gesundem Superfood zu Weihnachten die Unnaer lockt

Ahmed und Hassan al Khawam (von links) eröffneten im Oktober 2018 ihr Restaurant „Sumak“ an der Flügelstraße in Unna. © Udo Hennes

„Man sitzt zusammen, isst gemeinsam und hat einfach eine schöne Zeit.“
Hassam al Khawam über die syrische Essenskultur

Ob es überhaupt funktionieren würde, im vergleichsweise „kleinen“ Unna ein syrisches Restaurant zu eröffnen, war fraglich: Lehnt sich das Konzept des Ladens doch an das Restaurant an, das Hassam al Khawam in London betreibt - in einer Weltmetropole. Doch nach einem Jahr können die beiden Brüder zufrieden sein: „Wir haben sehr viel gelernt, zum Beispiel, dass Ostern sehr viel los ist. Und dass wir im Sommer ruhig für drei Wochen Pause machen können, weil nicht so viel los ist“, zieht Hassam al Khawam sein Fazit. Doch gerade in den Winter- und Herbstmonaten füllte sich das „Sumak“ schnell. „Offenbar haben auch viele Menschen uns weiter empfohlen und Freunde mitgebracht“, freut sich Hassam al Khawam, „genau das ist ja unsere Esskultur: Man sitzt zusammen, isst gemeinsam und verbringt eine schöne Zeit.“

Wie das „Sumak“ mit gesundem Superfood zu Weihnachten die Unnaer lockt

Aus frischen Weinblättern werden im „Sumak“ die beliebten Weinblätter mit Reis hergestellt. © Anna Gemünd

Und so unterschiedlich sind die syrische und die deutsche Vorweihnachtsküche dann doch nicht: Zimt, Trockenfrüchte und Lamm spielen in den weihnachtlichen Gerichten im „Sumak“ im Dezember eine große Rolle. Und natürlich gibt es auch richtig süßen Nachtisch: „Kunafeh“ wird aus reichlich Käse und „Kadaif“ genannten Teigfäden hergestellt, die mit Zitronen-Zuckersirup getränkt sind - eindeutig eine weihnachtliche Nachtisch-Leckerei.

Hassan und Ahmed al Khawam hoffen, dass viele ihrer Gäste, die teilweise schon Stammgäste geworden sind, sich auf diese etwas andere Weihnachtsküche einlassen. Dass sie experimentierfreudig sind, haben die Unnaer den beiden syrischen Brüdern zumindest im ersten „Sumak“-Jahr schon bewiesen.

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