Sturmschaden? So bekommen Hauseigentümer Hilfe von der Versicherung

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Wird ein Hausdach vom Sturm beschädigt, ist die Versicherung gefragt.
Wird ein Hausdach vom Sturm beschädigt, ist die Versicherung gefragt. © Archiv
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Sturm-Tiefdruckgebiete fegen über die Region hinweg und hinterlassen Schäden an Bäumen, Autos und Häusern. Wo etwas beschädigt wird, sind die Versicherungen gefragt. Folgendes sollten Eigentümer beachten.

Auf Schadensersatz seien die Versicherungskaufleute vorbereitet, erklärt Bodo Temme, Sprecher des Bezirks Dortmund und Unna im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Am einfachsten sei das bei Autos, die durch abgebrochene Äste, Bautafeln oder Dachziegel beschädigt wurden. Temme: „Die Kaskoversicherungen zahlen, zwar abzüglich vereinbarter Selbstbeteiligungen, aber ohne Rabattrückstufung.“

Wohnungs- und Gebäudeschäden

Ab Windstärke 8, das sind 62,1 km/h und mehr – sind auch die Gebäude- und Hausratversicherungen für den Schadenersatz zuständig. Die Sturmtiefs erreichen mancherorts deutlich höhere Geschwindigkeiten. Mögliche Folgen sind abgeknickte und entwurzelte Bäume, abgedeckte Dächer, zertrümmerte Fensterscheiben, Überschwemmungen.

Für die finanzielle Entschädigung von diesen Sturmschäden sind die Gebäudeversicherung oder bei Mietern die Hausratversicherung zuständig.

Wenn allerdings Keller mit Regenwasser vollgelaufen sind, benötigen Hausbesitzer und Mieter eine Naturgefahren- bzw. Elementarschadenversicherung. „Diese kann in die bereits bestehende Gebäude- oder Hausratversicherung eingeschlossen werden und deckt auch Schäden von Starkregen, Erdrutschen und -senkungen und Lawinen ab“, erklärt Temme. „Wie wichtig diese ist, zeigte nicht zuletzt auch die Flutkatastrophe im Juli vergangenen Jahres.“ In Deutschland verfügen aber nur rund 47 Prozent der Wohnhäuser über diesen umfassenden Versicherungsschutz.

Wenn Nachbars Baum – oder einer der Gemeinde – sowie abgerissene große Äste schwere Schäden an Autos oder Häusern anrichteten, hilft meistens nur die eigene Versicherung.

Sie kann später prüfen, ob dem Baumeigentümer ein Schuldvorwurf zu machen ist, ob er beispielsweise einen erkennbar kranken Baum vorher hätte entfernen müssen. Ist ein eigener Baum umgefallen, sieht man nach, ob die Entsorgungskosten für Holz und Geäst in der Gebäudeversicherung mitversichert sind.

Vor allem: Schäden dokumentieren

Hauseigentümer, die nach erstem Anschein glimpflich davongekommen sind, sollten dennoch mal ihr Hausdach mustern. Am einfachsten geht das mit einem Fernglas. Denn auch verschobene oder gerissene Dachziegel sind Sturmschäden, die auf Kosten der Gebäudeversicherung gerichtet werden sollten.

Was auch immer „Ylenia“, „Zeynap“ oder andere Tiefs an Üblem beschert haben, das oberste Gebot für Geschädigte ist: Alle Schäden zügig der Versicherung melden. Dokumentationsfotos von Schäden sind wichtig und erleichtern die Schadensregulierung.