Sturm „Friederike“ wirkt in Unna noch immer nach

dzNatur

Fast elf Monate, nachdem Sturmtief „Friederike“ über Unna tobte, müssen noch immer Bäume gefällt werden, die der Sturm beschädigt hat. Der trockene Sommer hat die Situation nicht verbessert.

Unna

, 03.12.2018, 15:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine Robinie, zwei Blauzedern und ein Weißdorn – diese vier Bäume, von denen drei im Kurpark stehen, sind vermutlich die letzten, späten „Opfer“, die Sturm „Friederike“ von Unnas Natur gefordert hat. Der Umweltausschuss genehmigte nun den Vorschlag der Baumschutzkommission, diese Bäume wegen ihrer fehlenden Standsicherheit zu fällen.

Über 200 Bäume mussten in Folge von „Friederike“, die am 18. Januar über Unna hinwegfegte, allein im Kurpark gefällt werden. Im oberen Bereich des Kurparks ist zur Parkstraße hin eine komplett neue Lichtung entstanden. Dass nach so langer Zeit, die seit dem Sturm vergangenen ist, noch immer Bäume gefällt werden müssen, liegt auch daran, dass nicht alle gleichermaßen stark beschädigt wurden.

Bei einigen Bäumen hat der extrem trockene Sommer die durch den Sturm entstandenen Schäden noch verstärkt – und so ihre Standsicherheit zusätzlich gefährdet.

Sturm „Friederike“ wirkt in Unna noch immer nach

Im gesamten Stadtgebiet mussten in Folge des Sturms vom 18. Januar kurzfristig Bäume gefällt werden. © UDO HENNES

In den Wochen nach „Friederike“ war es überall im Stadtgebiet noch zu „Spätfolgen“ gekommen: So fiel ein Baum im Bimbergtal auf einem Wirtschaftsweg kurz vor dem Regenrückhaltebecken nachträglich um. Als Folge des Sturms am 18. Januar und gleichermaßen als Präventionsmaßnahmen mussten in Kessebüren zwei markante Bäume weichen.

Neben weiteren Einzelbäumen, die entweder bereits abgestorben oder aber nicht mehr standfest waren, genehmigte der Umweltausschuss auch die von der Baumschutzkommission vorgeschlagene Fällung von sechs Bäumen an der Kamener Straße, die im Zuge der Bauarbeiten für das Interkommunale Gewerbegebiet Unna/Kamen weichen müssen.

Für die Erschließung eines neuen Wirtschaftsweges zu dem Gewerbegebiet muss ein neuer Kanal verlegt werden – in dessen Bautrasse die Bäume stehen. Ersatzpflanzungen sind hierfür vorgesehen.

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