Streit um 300 Quadratmeter Gras und Büsche in Billmerich erreicht die politische Bühne

dzParkplatz-Diskussion

Der Streit um eine 300 Quadratmeter große Grünfläche in Billmerich wird zu einem Politikum. Sollen dort Autos parken? Die SPD geht auf Konfrontationskurs mit der CDU.

Unna

, 22.05.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Autos oder Bienen? Eine Diskussion um die Zukunft einer kleinen Grüninsel in Billmerich wird zu einer Grundsatzfrage für die Politik. Gegen einen Vorschlag der CDU bezieht jetzt die SPD Position. Mehr Stellplätze seien nicht nötig in der Siedlung.

Es geht um eine Grünfläche in der Straße „Zu den Brüchen“. Bernhard Albers als Vorsitzender der CDU-Ortsunion nahm eine Anregung von Anwohnern auf: Ein kleiner Teil der Fläche könne befestigt werden, damit dort zumindest teilweise Autos parken. Die Parksituation in der Siedlung sei problematisch und könne mit einfachen Mitteln geordnet werden.

Daraufhin gab es Kritik von Anwohnern: Die Fläche solle besser als Grünfläche hergerichtet werden, mit Aufenthaltsmöglichkeiten und Blühwiese für Insekten. Albers wiederum betonte, es sei ein Kompromiss möglich, bei dem nur wenig Platz für Fahrzeuge genutzt würde.

Wenig aber ist immer noch zu viel, meint offenbar SPD-Ratsherr Ralph Bürger. „Ein zusätzlicher Bedarf von Parkplätzen ist nicht nachvollziehbar, da die öffentlichen Parkflächen auf den Straßen und privaten Stellflächen an den Häusern in dieser offenen Siedlung völlig ausreichend sind“, schreibt Bürger in einer Stellungnahme. Die SPD-Fraktion werde Parkplätzen zu Lasten der Grünfläche nicht zustimmen.

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