Straßennamen zur „Unehrung“ als Nazi-Verbrecher

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Wie Unna mit Straßenwidmungen für Heinrich Lersch, Karl Wagenfeld und die Schlacht bei Sedan umgehen soll, beschäftigt die Menschen erkennbar. Einige von ihnen äußern dazu kreative Ideen.

Unna

, 17.09.2019, 12:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei Lyriker mit großer Nähe zum NS-Regime und die kulthafte Verherrlichung eines Kriegsereignisses finden im Straßenkatalog der Stadt Unna eine besondere Würdigung. Eine Umbenennung der drei Straßen hat der Stadtrat abgelehnt, aber die nun vorgelegten Textentwürfe für geplante Zusatzschilder vermögen nicht zu überzeugen. Viele Unnaer machen sich jetzt Gedanken – und kommen zu kreativen Ideen.

Leser Werner Kelm schickte uns nun als Meinungsbeitrag eine Karikatur: Sie zeigt Straßenschilder zu Ehren von Heinrich Lersch und Karl Wagenfeld mit nur einem Wort als Zusatz: „Naziverbrecher“ ist darauf zu lesen. „Blechschild drauf und fertig“, erklärt Kelm dazu. Dann seien die Straßenwidmungen tatsächlich ein Beitrag dazu, Täter beim Namen zu nennen. Kelm warnt dabei zugleich davor, Dinge zu verharmlosen.

Zur Wagenfeldstraße hatte sich bereits in der vergangenen Woche Anlieger Michael Wacker gemeldet. Er schlug vor, die Nachnamensgleichheit mit dem Bauhaus-Designer Wilhelm Wagenfeld zu nutzen – nicht durch eine Umwidmung, wie sie schon einmal angeregt worden war, sondern durch das Zusatzschild: „Wir schämen uns für Karl und freuen uns über Wilhelm!“

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