Sechs statt vier Fahrspuren gegen Staus: Straßen NRW bereitet Autobahnausbau in Unna vor

dzAutobahn

Probebohrungen an der Bornekampstraße kündigen es an: Straßen NRW bereitet den Ausbau der A44 und des Autobahnkreuzes vor. Eine zentrale Frage können die Planer aber noch nicht beantworten.

Unna

, 12.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem großen Bohrgerät nehmen Mitarbeiter einer Spezialfirma Bodenproben an der A44 in Höhe der Bornekampstraße. Die Frage nach dem Hintergrund beantwortet Straßen NRW in Meschede. Die dortige Niederlassung des Landesbetriebes bereitet den Ausbau der Autobahn vor.

Neue Brücken und Lärmschutz

Straßen-NRW-Sprecher Oscar Santos bestätigte, dass seine Behörde den Baugrund untersuchen lässt. Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn müssen Brücken neu gebaut und Lärmschutzanlagen errichtet werden. Bisher darf Straßen NRW hier noch gar nichts bauen, die Autobahnplaner rechnen aber damit, dass sie bald in die Detailplanung einsteigen können.

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Langwieriges Verfahren

Das Autobahnbauprojekt befindet sich noch immer in einem Planfeststellungsverfahren. Entwürfe werden mit Behörden, Trägern öffentlicher Belange und anderen Stellen abgestimmt. „Wir erwarten einen Beschluss im Laufe dieses Jahres“, sagte Santos. Gibt es grünes Licht, können die Autobahnbauer beispielsweise die Planung neuer Brücken in Auftrag geben. Ingenieurbüros brauchen dafür verschiedene Grundlagen, darunter eben auch Erkenntnisse über den Boden, auf dem sie bauen sollen. Daher werden schon jetzt die Untersuchungen vorgenommen.

Zeitplan bisher vage

Wann die eigentlichen Bauarbeiten beginnen können, ist noch immer unklar. Seriös lasse sich das nicht prognostizieren, so Straßen NRW. Wenn es einmal losgeht, wird mit einer Bauzeit von insgesamt zehn Jahren gerechnet.

Untersuchungen demnächst auch auf der Autobahn

Bis September werde es immer wieder Baugrunduntersuchungen entlang der Autobahn geben, so Santos. Teils müsse auch in den Fahrbahnen selbst gearbeitet werden. Dabei würde dann auch der Verkehr auf dem jeweiligen Autobahnabschnitt beeinträchtigt. Straßen NRW werde rechtzeitig auf Störungen oder Sperrungen hinweisen, versprach Santos.

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Ziel: weniger Staus

Mit dem Großprojekt wollen Bund und Land das Staurisiko rund um Unna reduzieren. Im Wesentlichen geht es darum, mehr Platz zu schaffen, damit Verkehre früher als bisher entflochten werden können und so flüssiger durchkommen. Die Autobahn 44 wird von vier auf sechs Fahrspuren erweitert zwischen dem Kreuz und der Anschlussstelle Unna-Ost. Das Kreuz selbst soll durch zwei Überfliegerspuren leistungsfähiger werden. Die A1 aus Richtung Kamen wird um Abbiegespuren erweitert. Damit sollen die Bauarbeiten einmal beginnen.

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