Das neue Stoppschild ist aufgestellt, die Haltelinie auf der Fahrbahn eingezeichnet, so soll der Unfallschwerpunkt am Reckerdingsweg/Ecke Afferder Weg entschärft werden. © Michael Neumann
Unfallschwerpunkt

Stoppschild soll Unfallschwerpunkt entschärfen – Autofahrer müssen noch dazulernen

Dreimal hat es in 2020 auf dem Afferder Weg/Ecke Reckerdingsweg geknallt, das hatte die Unfallkommission auf den Plan gerufen. Jetzt wurde gehandelt, nur die Menschen müssen noch mitspielen.

Kurz vor Ostern war der aktuelle Bericht der Unfallkommission veröffentlicht worden. Aufgrund der Tatsache, dass es im vergangenen Jahr dreimal an der selben Stelle zu Unfällen gekommen war, hatte es auch die Einmündung des Reckerdingswegs auf den Afferder Weg in den Bericht geschafft. Die Stelle gilt damit als Unfallschwerpunkt.

Polizei macht Vorschläge zur Entschärfung

Die Polizei liefert zu diesen Schwerpunkten Lösungsvorschläge, mit welchen Maßnahmen vor Ort die Gefahrenstelle entschärft werden kann. Für die Ecke Reckerdingsweg/Afferder Weg hatte die Polizei vorgeschlagen, ein Stoppschild (VZ 206) aufzustellen, wo zuvor das Verkehrszeichen 205 „Vorfahrt gewähren“ gestanden hatte. Zudem sollte eine Haltelinie auf dem Reckerdingsweg eingezeichnet werden. Verkehrsteilnehmer, die von dort auf den Afferder Weg einbiegen wollen, müssen somit zuerst an dieser Linie halten und dürften dann erst weiterfahren. Darüber hinaus solle man das Grün am Straßenrand im Auge behalten und gegebenenfalls herunterschneiden, um die Einsehbarkeit der Kreuzung zu verbessern.

Maßnahmen sind umgesetzt worden

Das Schild ist jetzt aufgestellt worden, die Haltelinie wurde eingezeichnet, von Sicht behinderndem Buschwerk keine Spur. „Gerade, wenn diese Vorschläge so schnell und vollständig umgesetzt werden, freut uns das natürlich sehr“, sagt Polizeisprecher Christian Stein.

Gerade Letzteres, also die Verbesserung der Sicht an der Einmündung, scheint jedoch eher dazu zu führen, dass eben nicht vollständig gehalten wird, wie vorgeschrieben. Man kann ja nun gut erkennen, ob auf dem Afferder Weg jemand kommt oder nicht.

Die drei Unfälle in 2020 sind recht breit über das Jahr verteilt passiert, ereigneten sich im Februar, Juli und November. Ob zu den jeweiligen Unfallzeitpunkten Gebüsch die Sicht auf den herannahenden Verkehr auf dem Afferder Weg behindert hatte, lässt sich im Nachhinein nicht mehr klären.

Räder müssen zum Stillstand kommen

Vielleicht liegt es auch daran, dass das Verkehrsschild noch recht neu ist, aber so richtig gehalten, also mit stillstehenden Rädern und dann zählen, 21, 22, 23, hat in dem zugegebenermaßen nicht repräsentativen Beobachtungsfenster, niemand. Die Stelle wird nun jedenfalls stärker beobachtet und die Zeit wird zeigen, ob die Maßnahmen fruchten, oder es wieder knallt.

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