„Stoff für Seifenopern“: SPD Königsborn mahnt nach Ahlers‘ Austritt zur Geschlossenheit

dzSPD

Der Vorstand des SPD-Ortsvereins Königsborn-Alteheide reagiert verärgert auf den jüngsten Fraktionsaustritt. Er mahnt zur Geschlossenheit. Die Genossen sollten nicht das Bild einer Seifenoper abgeben.

Unna

, 05.10.2019, 21:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Befindlichkeiten überwinden und zum Wohle der Stadt arbeiten!“ So betiteln die Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Königsborn-Alteheide eine Pressemitteilung, mit der sie auf die Zerwürfnisse innerhalb der SPD-Ratsfraktion reagieren. Mit Wolfgang Ahlers war das inzwischen vierte Fraktionsmitglied ausgetreten. Bärbel Risadelli und Gudrun Friese-Kracht waren zuvor aus der Fraktion ausgeschieden und hatten wie Ahlers ihre Mandate behalten. Anne-Kathrin Wienecke hatte in diesem ihr Amt als Ratsfrau komplett aufgegeben.

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Wienecke gehörte wie Ahlers der SPD in Königsborn an. Ahlers ist allerdings auch Ortsvorsteher, repräsentiert also den Stadtteil. Es wundert daher nicht, dass sein Bruch mit der Ratsfraktion nun ein Bild offenbart, das seinen SPD-Ortsvereinsvorstand stört. „Wir erwarten von allen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Unna, dass die gemeinsamen Anstrengungen auf eine gute Politik und zum Wohle der Menschen in Unna ausgerichtet werden – ohne Wenn und Aber!“, heißt es nun nach Ahlers‘ Fraktionsaustritt von den beiden Ortsvereinsvorsitzenden Hanna Schulze und Maik Luhmann. Und weiter: „Für persönliche Befindlichkeiten, gegenseitige Unterstellungen und mangelnde Solidarität ist dagegen kein Platz!“ Ahlers hatte eine Reihe von Erlebnissen als Gründe für seinen Entschluss genannt. Sie hätten mit der Kündigung Risadellis als Fraktionsgeschäftsführerin begonnen. Gegipfelt hätten sie in einem Versuch, ihn aus einem einflussreichen Fachausschuss zu entfernen. Er wittere alte Seilschaften um den früheren Fraktionschef Volker König.

„Stoff für Seifenopern, aber keine verantwortungsvolle Politik“

„Die ständige öffentliche Auseinandersetzung mag zwar guter Stoff für Seifenopern im Vorabendprogramm sein, sie ist jedoch kein Mittel verantwortungsvoller sozialdemokratischer Politik“, so Schulze und Luhmann. Ihr Appell an alle Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Unna: „Lasst uns GEMEINSAM und GESCHLOSSEN für die gute Zukunft unserer Stadt arbeiten! Es gibt genug zu tun. Das Signal an die Menschen muss lauten: Auf die SPD könnt ihr euch verlassen!“ Die Ortsvereinsvorsitzenden nennen eine Reihe von Herausforderungen, vor denen die Politik in Unna stehe. Es gehe zuallererst darum, „eine echte Zukunftsperspektive für die Stadt Unna und ihre Stadt- und Ortsteile zu entwickeln“. Schulze und Luhmann verweisen auf „knappe Kassen“, den Klimaschutz, die Weiterentwicklung von Kultur, Bildung und Wohnraum, Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit sowie die Situation im Kurpark.

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