Nichts regt sich, und das seit Wochen. Auf der Baustelle am Katzenbuckel im Bornekamp kann derzeit nicht weiter gearbeitet werden. © Christoph Schmidt
Bornekamp

Stillstand auf der Kindergarten-Baustelle – 40 Kita-Plätze wackeln

Der Bau der Übergangs-Kita am Katzenbuckel war im Juni gestartet, dann kam den Baggern etwas dazwischen. Wird die Kita nicht rechtzeitig fertig, haben 40 Kinder erst mal keinen Kita-Platz.

Eigentlich sollte es jetzt schnell gehen. Zwei Jahre habe man sich mit der Suche nach einem geeigneten Standort für eine Übergangslösung befasst, um den steigenden Bedarf an Kita-Plätzen auffangen zu können, berichtete Heinz-Dieter Edelkötter im Gespräch mit unserer Redaktion. Im Mai kam dann der Auftrag an die Awo, die Übergangskita zu bauen, im Juni legten die Bagger los, jetzt tut sich aber nichts mehr auf der Baustelle. Das hat auch Konsequenzen für die Eltern, die für die Plätze in der Übergangskita schon Zusagen hatten.

„Bei den Erdarbeiten sind Wurzeln eines großen Baumes gefunden worden, die wir nicht beschädigen wollen“, sagt Anna Gemünd. Die Awo-Sprecherin erklärt: „Die Erdarbeiten zur Vorbereitung für die Übergangskita können wir so nicht fortsetzen. Wir möchten den Baum nicht schädigen. Das wäre aber der Fall, wenn wir mit den Arbeiten dort wie geplant weitermachen würden.“

Der Baum soll erhalten bleiben

Die Awo als Bauherr habe das Problem umgehend an die Stadt Unna gemeldet. „Wir stimmen im Moment das weitere Vorgehen mit der Awo ab“, so Stadtsprecher Christoph Ueberfeld. Es sei zu prüfen, ob sich der geplante Standort um ein paar Meter versetzen lässt. Dazu sind wieder viele Köpfe gefragt. „Es werden Gespräche mit dem Bauordnungsamt geführt, aber auch das Jugendamt ist natürlich beteiligt“, so Ueberfeld.

Durch die Verzögerung beim Bau der Kita, die als Übergangslösung dienen sollte, bis die große Kita in Unna-Königsborn fertiggestellt ist, gibt es nun natürlich einige Plätze zu wenig. Geplant wurde damit, dass die Betreuungsplätze unterjährig im Kindergartenjahr 2021/2022 zur Verfügung stehen können.

Vorsorglich wurden die entsprechenden Kindpauschalen von zwei Gruppen für zwölf Kindern unter drei Jahren sowie 28 Plätzen für Kinder über drei Jahren (2x Gruppentyp I) dem Landesjugendamt bereits für das kommende Kindergartenjahr gemeldet.

Wann der Bau weitergeht ist unbekannt

Stehen die Kinder jetzt ohne Plätze da? Ja. „Sollte die Awo-Kita tatsächlich nicht rechtzeitig fertig werden, wird die Awo oder auch wir als Stadt die Eltern wohl oder übel vertrösten müssen, da 40 Kinder, die in der dortigen Kita vorgesehen waren, aus Kapazitätsgründen nicht auf die anderen Kitas zu verteilen sind“, heißt es aus dem Rathaus. Wann es jedoch mit dem Bau – in welcher Form auch immer – weitergehen kann, das ist noch nicht bekannt. Für die spontane Umplanung sei die Sommerferienzeit auch ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. „Wir machen weiter, sobald es eine Lösung gibt“, fasst Anna Gemünd zusammen. Bis dahin wird dem Bornekamp eine weitere offene Baustelle erhalten bleiben.

Über den Autor
1982 in Dortmund geboren. Abi in Holzwickede, Journalistik-Studium wieder in Dortmund. Seit 2013 Redakteur beim Hellweger Anzeiger. Freut sich über die spannende Herausforderung, den Wandel eines Traditionsverlags hin zu einem modernen, familiengeführten Multimedia-Unternehmen zu begleiten.
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Christoph Schmidt

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