Engstelle am Morgentor bringt elf Wochen Staugefahr auf dem Stadtring

dzVerkehr

Die Baustelle am Morgentor wird den Verkehr in Unna doch stärker stören als zunächst angenommen. Auch der Ostring dient als Aufstellfläche. Das bedeutet schon bald elf Wochen Engstelle mit Tempo 30.

Unna

, 22.01.2020, 12:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Störungen im Verkehr hatte die Stadt bereits für Morgenstraße und Voßkuhle angekündigt. Nun meldet die entsprechende Abteilung im Rathaus noch eine Sperrung nach: Auch der Ostring muss gelegentlich als Aufstellfläche für die Baufahrzeuge dienen – und dafür über elf Wochen hinweg verengt werden.

Eine der wichtigsten Straßen der Stadt wird dadurch zum Nadelöhr. Bei der letzten periodischen Verkehrszählung im Jahr 2015 hat Straßen NRW am Ostring eine Belastung durch 12.300 Fahrzeuge am Tag ermittelt. Spurverengungen bringen dort immer eine erhöhte Staugefahr mit sich. Wirklich klug umfahren lässt sich der Bereich nicht.

Ab 27. Januar ist die linke Spur des Ostrings teils gesperrt

Die Sperrung der linken Spur ist ab kommendem Montag, 27. Januar, angemeldet und soll dann bis zum 9. April bestehen. Schon an der Kreuzung Wasserstraße werden Schilder die Autofahrer dazu anweisen, die linke Spur alsbald zu verlassen. Kurz vor der Tankstelle des Hellweg-Centers gilt dann zudem eine Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer, bevor Sperrbaken die linke Ringspur schließen.

Sperrung am Südring ist nur von kurzer Dauer

Eine Sperrung der mittleren und linken Fahrspur sowie eine Temporeduzierung am Donnerstag, 23. Januar, auf dem Stadtring stehen nicht mit der Baustelle am Morgentor im Zusammenhang. Sie wird nur kurzfristig bestehen und soll Grünarbeiten auf Höhe der Eselsbrücke absichern. Dauer: voraussichtlich drei Stunden von 9 bis 12 Uhr.

Am Morgentor sind die Arbeiter auf „Höhlenforschung“

Weiter unten am Morgentor sind Vorarbeiten für die geplante Platzgestaltung Grund für die Sperrung. Nachdem dort schon eine Stromstation fast in den vergessenen Kellergewölben der ehemaligen Brauerei und Brennerei Voß versunken war, hatten Probebohrungen weitere Hohlräume im Untergrund ermittelt. Die Stadt lässt deshalb fünf Meter Tief den Boden abtragen und durch eine Schotterpackung ersetzen, damit der Bereich tragfähigen Grund bekommt.

Engstelle am Morgentor bringt elf Wochen Staugefahr auf dem Stadtring

Die ursächlichen Arbeiten am Morgentor laufen bereits seit vergangenem Montag. Die Stadt will dort fünf Meter tief die Erde abtragen und durch Schotter ersetzen lassen. © Udo Hennes

Für diesen Erdaustausch hatte die Stadt Störungen an Morgenstraße und Voßkuhle bis Ende März angekündigt. Dass die Sperrung der linken Ringspur bis in den April hinein angemeldet ist, stehe bereits im Zusammenhang mit den eigentlichen Arbeiten für die Platzgestaltung. Sie soll unmittelbar im Anschluss der derzeitigen Bodenarbeiten anlaufen, wenn dem neuen Platz ein fester Untergrund gegeben ist. Die Stadt plant, am Morgentor einen offenen Platz mit Verweilqualität und Außengastronomie zu schaffen.

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