Statt Freizeit in Südfrankreich: Die ganze Welt in Königsborn zu Gast

dzFerienprogramm

Da die diesjährige Sommerfreizeit des Taubenschlags abgesagt wurde, weiß man sich anderweitig zu helfen. Eine Woche Ferienspaß steht unter dem Motto: „Reise um die Welt".

von Tom Schneider

Königsborn

, 24.07.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch wenn sich das Reisen im Moment etwas schwierig gestaltet, so bieten die Ehrenamtler des Königsborner „Taubenschlag“ Kindern und Jugendlichen eine „Reise um die Welt". So heißt nämlich das Sommerferienprogramm, welches diese Woche, von Montag bis Freitag, stattfand. 21 Kinder, betreut von rund zehn Ehrenamtlichen, nahmen teil und konnten „gemeinsam die kulturelle Vielfalt unserer Erde entdecken", wie es das Jugendzentrum beschreibt.

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„Es wird gespielt, es wird gebastelt und es gibt auch eine kleine Geschichte", erzählt Jugendreferentin Sophia Weber. Die Geschichte wird jeden Morgen und jeden Nachmittag in der Paul-Gerhardt-Kirche weiter gesponnen. So soll ein wertvolles Gemälde geklaut worden sein. Dieses soll nun von den Kindern in der ganzen Welt gesucht werden. Um dies zu tun wird, nun tagtäglich gebastelt und gespielt.

Im Laufe der Woche färbten die Kinder Batik-T-Shirts; es wurden Stammesmasken aus Pappe gebastelt und Trommeln und Regenmacher gebaut. Noch spannender wurde es am Mittwoch, als für die Kinder ein Tagesausflug in den Dortmunder Zoo auf dem Plan stand. Wer dem Taubenschlag auf den sozialen Netzwerken folgt, der konnte den Ausflug mitverfolgen. Auch den Rest der Woche wurde kräftig gepostet. So konnten sich die Eltern der Kinder und auch Freunde des Taubenschlags ein Bild des lustigen Treibens machen.

Hüpfen, Tanzen, Hauptsache, sich bewegen: Der Spaß kam bei dem Ferienprogramm im Taubenschlag nicht zu kurz.

Hüpfen, Tanzen, Hauptsache, sich bewegen: Der Spaß kam bei dem Ferienprogramm im Taubenschlag nicht zu kurz. © privat

Ferienspaß geht auch unter Corona-Auflagen

Normalerweise wird von großen Gruppen, auch bestehend aus Kindern, im Moment abgeraten. Doch die ehrenamtlichen Teamer haben sich einige Lösungen überlegt. So wurden, um die Hygienemaßnahmen einzuhalten, die Teilnehmer in zwei Bezugsgruppen geteilt. Diese hatten im Verlauf der Woche so wenig Kontakt wie möglich. Allenfalls in der Kirche zum täglichen An- und Abspiel trafen die Gruppen aufeinander. Hier wurde daher besonders auf die Abstandsregeln geachtet.

Das Ferienprogramm im Taubenschlag, so wie es die letzte Woche stattfand, findet im Sommer gewöhnlich nicht statt. Stattdessen organisiert der Taubenschlag eine alljährliche Jugendfreizeit. Dieses Jahr wäre es nach Argelès-sur-Mer in Südfrankreich gegangen, hätte die momentane Lage nicht die Reisepläne durchkreuzt. Doch durch Hilfe der Taubenschlag-Teamer und einiger Eltern wurde umdisponiert, um das Ferienprogramm zu ermöglichen.

Nicht nur den Kindern geht es dadurch besser, erläutert Sophia Weber, auch die Ehrenamtlichen freuten sich nach wochenlangem Leerlauf endlich wieder auf etwas Trubel im Taubenschlag.

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