Startschuss für neuen Verwaltungsbau der Stadtbetriebe Unna fällt

dzNeubau

Das Verwaltungsgebäude der Stadtbetriebe an der Viktoriastraße ist mit krebserregenden Aluminiumsilikat-Fasern belastet. Jetzt beginnen die Vorarbeiten für einen Neubau.

Unna

, 29.11.2018, 16:37 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Stadtbetriebe Unna schaffen in der kommenden Woche Platz für einen benötigten Neubau an der Viktoriastraße. Zunächst erfolgt der Abriss einer alten Fahrzeughalle, danach wird ein über 100 Jahre altes Wohnhaus, das für Verwaltungszwecke genutzt wurde, abgerissen. Mit einem dreigeschossigen Verwaltungsneubau und einer modernen Halle will der städtische Servicebetrieb die jahrelangen Provisorien beenden.

Der Betriebshof war seit 1960 auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage gewachsen. Im Zuge der Gründung der Stadtbetriebe Unna zum 1. Januar 1995 wuchsen auch die Aufgaben. Der Betrieb kümmert sich inzwischen um die Abfallwirtschaft, Abwasserwirtschaft, Straßenreinigung, das Friedhofswesen, die Gewässerunterhaltung, den Hochwasserschutz, die Grünflächenpflege und die Straßenunterhaltung.

Für die Verwaltung des Betriebes wurden Räumlichkeiten auf der gegenüberliegenden Straßenseite in einem Industriegebäude angemietet. 2015 wurde festgestellt, dass dieses Industriegebäude mit Aluminiumsilikat-Fasern belastet ist, was einen hohen Aufwand an Reinigung und Messungen in den vergangenen Jahren erforderte. Eine andere Unterbringung war aus diesem Grund notwendig.

Seitdem die Schadstoffbelastung durch den krebserregenden Stoff bekannt ist, wurden mehrfach Raumluftkontrollen und Reinigungen durchgeführt, wie Betriebsleiter Frank Peters im Gespräch mit unserer Zeitung sagt. Diese Kontrollen würden stetig wiederholt, sodass eine Gefahr für Mitarbeiter und Kunden ausgeschlossen werden könne.

Die Stadtbetriebe haben Alternativen zu einem Neubau geprüft: die Anmietung anderer Räume, den Neubau an einem ganz anderen Standort oder den Neubau eines Verwaltungsgebäudes samt einer neuen Fahrzeughalle auf dem eigenen Betriebsgelände an der Viktoriastraße 11.

Insbesondere logistische und Kostengesichtspunkte sprachen für den Neubau auf dem eigenen Betriebsgelände. Der Rat der Stadt Unna stimmte für den Neubau auf eigenem Grund.

So sollen 2019 auf dem Grundstück ein Verwaltungsgebäude mit 1.120 Quadratmetern Bürofläche und eine frostfreie Fahrzeughalle mit 240 Quadratmetern entstehen. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 4.580.000 Euro.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Zwei Autos, ein Roller

Unfall am Ostring: Glimpflicher Ausgang, aber Ärger über Unfallflucht

Meistgelesen