Starkregen: Erster „richtiger“ Testlauf für die Kortelbach-Schnecke

dzBornekamp

Kräftiger Regen zeigt im Bornekamp, dass ein neues Bauwerk genauso funktioniert, wie es soll: Die Kortelbach-Schnecke läuft voll. Unser Video zeigt: Hier fließt jetzt ein richtiger Bach.

Unna

, 24.02.2020, 15:24 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sauberes Bachwasser und Abwasser aus Unnas Innenstadt: Jahrzehntelang war dies ein Gemisch, das unter Unna hindurch floss. Mit der Sanierung des Kortelbachs, die 2019 abgeschlossen wurde, hat dieses Zusammenspiel ein Ende gefunden – und jetzt zeigt sich erstmals eindrucksvoll, wie gut die Trennung von Oberflächenwasser und Abwasser funktioniert.

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Der starke Regen der vergangenen Tage hat den Kortelbach im Bornekamp gut gefüllt. So gut, dass die „Ablaufschnecke“, durch die der Bach im Bornekamp unter der Erde verschwindet, richtig viel zu tun hat: Das runde Becken, in dem sich das Bach- und Regenwasser sammelt, zeigte sich dieser Tage nahezu randvoll. Über einen großen Überlauf läuft das Wasser ab und verschwindet im Kanal unter der Stadt.

„Da passt noch was rein, da kann also durchaus noch was kommen.“
Thomas Matter, Stadtbetriebe, über die Kapazität der Kortelbachschnecke

„Genau so soll es sein“, sagt Thomas Matter, der bei den Stadtbetrieben die Sanierung des Kortelbachs koordiniert hat. „Das Wasser, das wir dort jetzt sehen, war früher mit dem Abwasser der Innenstadt vermengt und wurde zur Kläranlage nach Bönen transportiert.“ Dort wurde dann nicht nur das Abwasser, sondern eben auch das Bachwasser gereinigt. „Absolut unsinnig, sauberes Bachwasser zu reinigen“, sagt Matter.

Am Sonntag nach dem kräftigeren Regen staute sich das Wasser noch höher in der Schnecke, wie dieses Foto von Anwohnerin Bettina Schulte-Wessel beweist.

Am Sonntag nach dem kräftigeren Regen staute sich das Wasser noch höher in der Schnecke, wie dieses Foto von Anwohnerin Bettina Schulte-Wessel beweist. © Privat

Umso froher ist er jetzt, dass das Bachgewässer nun seinen eigenen Kanal hat, in dem es unter der Stadt hindurchläuft – und eben nicht mehr in der Kläranlage landet. Sorgen, dass die „Schnecke“ das viele Wasser nicht halten kann, hat Matter nicht. „Da passt noch was rein, da kann also durchaus noch was kommen“, beruhigt Matter.

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